Ist das nächste EEG von Steuern finanziert?

05.09.13  11:45 | Artikel: 955916 | News-Artikel (Red)

Ist das nächste EEG von Steuern finanziert?Mit dem Wahltag am 22. September 2013 fällt - unabhängig vom Ausgang und den dann entstehenden Verhältnissen - eine Reformation der EEG Umlage und besonders des §7 des Ausgleichsmechanismus an. Innerhalb der ersten 100 Tage der Amtsgeschäfte dürfte eine Gesetzesvorlage den Bundestag erreichen. Aus welcher Feder der Entwurf stammt, wird sich zeigen. Sicher ist, dass diesmal wesentlich stärker der Einfluss der verschiedenen Lager vorhanden sein wird.

Ein Lager ist die DENA, deren Chef Stefan Kohler vor kurzem das EEG abschaffen wollte, aber nicht wegen der Auswirkung auf die Stromtarife, sondern wegen dem Einspeisevorrang (s.h. auch Renewables International).

EEG Umlage weg, was dann? Ein Blick auf die Effizienz dieses Mittels aus heutiger Sicht.

Es ist unbestritten, dass das EEG eine sehr clevere Idee war, um den Weg für verschiedenste Technologien in die Marktreife zu erreichen. Ein Weg, der für die Erfüllung der Marktintegration und der Netzintegration noch zu gehen ist.

Im September 2013 sind wir allerdings noch nicht so weit, dass die Energiewende abgeschlossen ist. Auch finanziell noch nicht. Damit die notwendigen Schwenks gelingen muss mit Regeln und Förderungen der zielführende Kurs eingeschlagen werden.

Warum brauchen wir einen Turbo-Booster wie bei Knight-Riders’s Kitt für den Ausbau?


Eine Studie des IÖW im Auftrag von Greenpeace hat die Wertschöpfung der Erneuerbaren untersucht:

Im Jahr 2012 führte die wachsende Nutzung von Wind, Sonne und Biomasse zu einem Rekordwert in der bundesweiten Wertschöpfung von 17 Milliarden Euro.

Zum Vergleich hat die Landwirtschaft 23,34 Mrd € oder 378,67 Mrd. € Handel, Verkehr und Gastgewerbe (Quelle). Das Bundesland Bremen kommt auf 24,77 Mrd € (Quelle).

Die Wertschöpfung der Erneuerbaren hat sich damit innerhalb von nur 2 Jahren fast verdreifacht. Im Jahre 2010 hatte das IÖW einen Wert vo 6,6 Mrd € ermittelt (Quelle). Ein Steigerung, bei der kein anderer Wirtschaftszweig mithalten kann.

Erstmalig erhob das IÖW auch die indirekte Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien und kam dabei zu einem Gesamtwert von 25 Milliarden Euro. Hier flossen die Vorleistungen der Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen mit ein. Sie generierten weitere 8,5 Milliarden Euro an bundesweiter Wertschöpfung. (Quelle)

Die EEG-Umlage als Initiator hat somit eine klare Wirkung auf das Wachstum einer Branche gezeigt. Ein vorschnelles Ändern könnte dieses Wachstum deutlich verlangsamen.

Ein Indikator ist das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen. Da es sich bei der EEG-Umlage um keine direkte Subvention handelt, gelten andere Mechanismen. Als Kosten werden hier die Ausgaben für das EEG angenommen. Diese finden sich in den jeweiligen EEG-Konten, die durch die 4 Übertragungsnetzbetreiber geführt werden.




Autor: Thorsten Zoerner

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Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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