Rösler eröffnet größten deutschen Offshore Windpark «BARD Offshore 1»

27.08.13  09:15 | Artikel: 955882 | News-Artikel (Red)

Rösler eröffnet größten deutschen Offshore Windpark «BARD Offshore 1»Bundesminister Rösler hat den größten deutschen Offshore Windpark «BARD Offshore 1» eröffnet. Der rund 100 Kilometer vor Borkum und in 40 m Wassertiefe stehende Hochsee-Windpark ist der derzeit leistungsstärkste Deutschlands. Mit 80 Windkraftanlagen verfügt er über eine Leistung von 400 Megawatt.

"BARD Offshore 1" beweise, dass die technologischen Herausforderungen der Offshore-Windindustrie zu meistern sei, so Rösler. Es wurde bislang noch nie ein derartiges Projekt umgesetzt, was Wassertiefe und die Entfernung zum Land betrifft. Der Bundeswirtschaftsminister betonte, dass Offshore-Windenergie ein wesentlicher Punkt im energiepolitischen Konzept der Bundesregierung sei. "Es ist richtig, auch auf die Offshore-Windenergie in einem vernünftigen Mix der erneuerbaren Energien zu setzen," so Rösler. Der Minister unterstrich auch die positiven wirtschaftlichen Effekte in der gesamten deutschen Industrie: "Das ist alles "Made in Germany" und bietet enorme Chancen", sagte er.

Eröffnung von BARD Offshore 1

Bundesminister Dr. Philipp Rösler (Mitte), HVB/Unicredit-Vorstand Lutz Diederichs (links) und CEO der BARD-Gruppe Michael Baur bei der Eröffnung von BARD Offshore 1 Bild: © BMWi



Anmerkung der Redaktion:

Der aktuelle Ausbau stellt nur einen Teil des geplanten Volumens dar. Genehmigt ist aktuell die Errichtung und der Betrieb von 80 einzelnen Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von je 5 MW und einer Gesamtnennleistung von 400 MW. Die 80 WEA werden in Abhängigkeit von der tatsächlichen Parkleistung pro Jahr 1,6 Milliarden kWh Strom produzieren. Geplant und beantragt sind weitere 240 Windenergieanlagen.

Die Rechte am Offshore-Windpark BARD Offshore 1 hatten sich zu 70 % der Stadtwerke-Verbund SüdWestStrom Windpark GmbH & Co KG mit Sitz in Tübingen und zu 30 % die WV Energie Frankfurt gesichert. Der Stadtwerke-Verbund SüdWestStrom hat sich 2012 aus dem Projekt zurückgezogen, da er dieses für sich als nicht mehr wirtschaftlich betrachtet.

Die Europäische Union förderte das Vorhaben mit rund 53 Mio. Euro.


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(Autor: BMWi | Björn-Lars Kuhn)


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