Kurios: Google Mail denkt mit

16.08.13  13:00 | Artikel: 955849 | News-Artikel (Red)

Kurios: Google Mail denkt mitDas eine kostenloser Maildienst wie Google keine Vertraulichkeit gewähren kann, dürfte schon seit langem klar sein. Verschiedene Medien berichten aktuell über ein offizielles Statement Googles über diesen Privatsphäre-Verlust.

Sowohl der GoogleWatchBlog, als auch das Online-Magazin Heise berichteten gestern über das Statement der Google-Anwälte, die anlässlich einer rechtlichen Auseinandersetzung verlauten ließen, dass "die Nutzer des hauseigenen Mail-Angebots keine Privatsphäre erwarten dürfen. Es sei völlig normal dass Nachrichten auch von Dritten gesehen und daraus Schlüsse gezogen werden".

Überraschend ist dies indes nicht. Zwar finanziert sich Google hauptsächlich über Werbung, aber jeder dürfte sich im Klaren darüber sein, das entsprechende Profildaten auch ihr Geld wert sind.

Heute sind wir allerdings über eine kuriose Meldung gestolpert, die Google vor dem Versand einer eMail aufpoppen lies.

Google Mail Dialog - Anlagen vergessen?
Google Mail Dialog - Anlagen vergessen?

Ein kleines Helferlein liest also im Hintergrund eifrig meinen Text mit und fragt im Zweifelsfall schon mal nach, ob ich auch an alles gedacht habe.

Klar steckt da eine recht triviale Funktion dahinter. Aber wenn man irgendwann mal schreibt
"Mein Schatz, es tut mir Leid, dass wir gestern gestritten haben ..." und es poppt eine FLEUROP-Werbung auf, dann fange ich an, mir grundlegende Gedanken zu machen.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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