Forderung an die Energiepolitik: Strom muss bezahlbar bleiben

06.08.13  07:20 | Artikel: 955805 | News-Artikel (e)

Forderung an die Energiepolitik: Strom muss bezahlbar bleiben Bezahlbarer Strom ist für 70 Prozent der Deutschen aktuell mit Abstand die wichtigste energiepolitische Herausforderung. 43 Prozent der Bundesbürger meinen zudem, dass für das Gelingen der Energiewende ein Energieministerium erforderlich ist. Das belegen die Ergebnisse der repräsentativen Online-Befragung «Energiekompetenz der Bundestagsparteien» des Energiedienstleisters Ensys AG.

Faire und annehmbare Strompreise sind für die Mehrheit der Deutschen derzeit die wichtigste Aufgabe der Energiepolitik. Erst an zweiter Stelle folgt mit großem Abstand von 26 Prozentpunkten die sichere Energieversorgung. Platz drei belegen mit jeweils 39 Prozent gleichzeitig drei Aspekte: der rasche Ausbau der erneuerbaren Energien, die Entwicklung von speicherfähigen Technologien und der Atomausstieg.

Der für Deutschland und weite Teile Mitteleuropas ausschlaggebende Börsenpreis Phelix (Physical Electricity Index) ist mit rund 31 Euro pro Megawattstunde derzeit historisch niedrig. "Zunehmend wird den Bürgern jedoch klar, was die Energiewende letztlich bedeuten wird", sagt Andreas Hergaß, Vorstand des Energiedienstleisters Ensys AG. Um den Ausstieg aus der Kernenergie und den verstärkten Einstieg in die erneuerbaren Energien voranzutreiben, sei es vorhersehbar, dass der Staat die Steuern und Abgaben weiter erhöhen werde. "Das EEG zu fördern bedeutet, die Nebenkosten zu erhöhen. Diese werden in Form von Abgaben auf die Marktpreise aufgeschlagen", erläutert Hergaß.

Einzelne Elektrizitätserzeuger kündigen zudem bereits an, dass sie ihre Kraftwerke vom Netz nehmen wollen. "Solche Nachrichten schüren die Angst vor Einbrüchen in der Stromversorgung", sagt Hergaß. 43 Prozent der Bundesbürger erachten es laut Befragung für sinnvoll, für die Umsetzung der Energiewende ein Energieministerium zu schaffen. Hergaß begrüßt diesen Vorschlag: "Durch die Einführung eines solchen Ministeriums könnten energiepolitische Themen gebündelt behandelt und würden nicht mehr auf verschiedene Ressorts verteilt werden. Ein eigenes Ministerium würde der Thematik die Relevanz zuschreiben, die sie aufgrund der weitreichenden und allumfassenden Folgen für die Gesellschaft auch verdient."

Über die Online-Befragung:
Für die Erhebung "Energiekompetenz der Bundestagsparteien" führte die Ensys AG im Juli 2013 eine Internet-Befragung im Rahmen eines Online-Panels durch. 1.000 Teilnehmer beantworteten fünf Fragen zum Thema Energiepolitik im Zusammenhang mit der bevorstehenden Bundestagswahl.




(Quelle: Ensys AG)


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