Rückschau: Zahl der antragstellenden energieintensiven Unternehmen liegt bei 2057 [UPDATE]

07.05.13  08:56 | Artikel: 955500 | News-Artikel (Red)

Rückschau: Zahl der antragstellenden energieintensiven Unternehmen liegt bei 2057  [UPDATE]Die Gesamtzahl der antragstellenden Unternehmen und selbstständigen Unternehmensteile steigt im Vergleich zum Vorjahr für das Begrenzungsjahr 2013 von 822 auf 2.057 und damit auf etwa das Zweieinhalbfache. Dies liegt an der oben angesprochenen letzten Novelle, in deren Rahmen die Schwellenwerte abgesenkt und damit der Kreis der Begünstigten auf den stromintensiven Mittelstand ausgeweitet wurde.

Die auf diese zusätzlich begünstigten Unternehmen entfallende Strommenge beträgt allerdings nur 9.289 GWh, weil es sich im Durchschnitt um deutlich kleinere Unternehmen bzw. Unternehmen mit geringerem Stromverbrauch als die bisher begünstigten Unternehmen handelt. Die Ausweitung der BesAR im EEG 2012 hat also die begünstigte Strommenge nur um gut 10% erhöht und belastet im Ergebnis die EEG-Umlage mit rund 0,1 ct/kWh.

Insgesamt wurden für 2013 im Rahmen der Besonderen Ausgleichsregelung Anträge mit einer Strommenge von 107.477 GWh gestellt. Davon entfallen 102.024 GWh auf Unternehmen des produzierenden Gewerbes (2.001 Unternehmen mit 3.130 Stromabnahmestellen). Dies bedeutete einen erheblichen Zuwachs von 26 % im Vergleich zu 2011 (80.956 GWh). Dazu hat die Ausweitung der Regelung durch die EEG-Novelle 2012 allerdings nur etwa 9.289 GWh beigetragen (s. o.). Darüber hinaus hat z. B. die konjunkturelle Entwicklung zu dem Anstieg beigetragen. Zudem wurde in den letzten Jahren auch unabhängig von Konjunktureffekten eine kontinuierliche Antragssteigerung beobachtet, was u. a. daran liegen könnte, dass Unternehmensstrukturen im Hinblick auf die Regelung optimiert werden.

Ein leichter Zuwachs zeigt sich auch bei den Unternehmen, die Schienenbahnen betreiben. So wurde für das Begrenzungsjahr 2013 von 56 Unternehmen mit einer Fahrstrommenge von 5.453 GWh ein Antrag gestellt. Im Vorjahr waren es 51 Unter nehmen) mit einer Fahrstrommenge von 5.294 GWh.

Am 15.10.2012 haben die Übertragungsnetzbetreiber die EEG-Umlage für das Jahr 2013 veröffentlicht. Sie beträgt 5,277 ct/kWh. Unter Berücksichtigung der hierzu verwendeten Annahmen ergibt sich für 2013 für die übrigen Stromverbraucher eine zusätzliche Belastung von rund 4 Mrd. Euro.11 Davon entfallen rund 1,5 Mrd. Euro auf die nicht privilegierten Unternehmen des Industrie- und Verkehrssektors sowie jeweils rund 1,2 bis 1,3 Mrd. Euro auf die Sektoren „Gewerbe, Handel, Dienstleistung“ bzw. Privathaushalte.

Eine aktuelle Liste liegt derzeit noch nicht vor.

Hintergrundpapier des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) zur Besonderen Ausgleichsregelung für die Jahre 2012 / 2013 (PDF)

[Update 7.5.13 11:45]

Die PHOTON berichtet, dass ein Sprecher Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Zahl der befreiten Unternehmen mit 2.262 angegeben hätte und sich dieser Wert noch einmal verändern könne.

Im Laufe der nächsten Tage soll die vollständige Liste mit allen befreiten Unternehmen und Abnahmestellen auf der BAFA-Homepage veröffentlicht werden.

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(Autor: BAFA | Björn-Lars Kuhn)


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