dena: Effiziente Integration erneuerbarer Energien

03.05.13  08:45 | Artikel: 955488 | News-Artikel (e)

dena: Effiziente Integration erneuerbarer EnergienDie Integration eines steigenden Anteils erneuerbarer Energien erfordert eine umfassende Flexibilisierung des Stromsystems. Wie dieser grundlegenden Herausforderung innerhalb der Energiewende effizient begegnet werden kann, thematisierte das Dialogforum «Speicher, Netze, Last- und Einspeisemanagement», das am 24.04.2013 im Rahmen des dena-Projekts Effiziente Energiesysteme in Berlin stattfand. 77 Teilnehmer aus Politik, Energiewirtschaft, Forschung , Wissenschaft, Industrie und Medien nahmen an der Dialogveranstaltung teil.

Einigkeit herrschte darüber, dass der Netzausbau in Deutschland und in der EU die Basis für alle weiteren Maßnahmen bildet und auch unter Anwendung weiterer Flexibilisierungsmaßnahmen unumgänglich ist. Ergebnisse einer Studie zeigen, dass eine Verlagerung des Ausbaus der erneuerbaren Energien innerhalb Deutschlands hin zu verbrauchernahen Standorten nur geringe Unterschiede in den Gesamtkosten der Stromerzeugung aufweist, verglichen mit einer Nutzung optimaler Ertragsstandorte für erneuerbare Energien.

Betont wurde die Relevanz von Energiespeichern und Lastmanagement als Flexibilisierungsoptionen zur Flankierung des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Diese können zum einen Erlöse generieren, indem sie Preisschwankungen auf dem Strommarkt ausnutzen und so Last- sowie Erzeugungsschwankungen ausgleichen. Gleichzeitig können Speicher und Lastmanagement auch wichtige Systemdienstleistungen erbringen und zum Beispiel zur Entlastung von Netzengpässen und zur Bereitstellung von Regelenergie eingesetzt werden. Es bedarf aber noch weiterer Untersuchungen, wie eine marktorientierte und eine netzorientierte Betriebsweise unter dem Aspekt der Versorgungssicherheit und wirtschaftlicher Effizienz in Einklang gebracht werden können.

Für einen sicheren Netzbetrieb ist eine ausreichende Transparenz über die aktuelle Last- und Erzeugungssituation auf allen Netzebenen durch ein sogenanntes Energieinformationsnetz erforderlich. Einspeisemanagement erneuerbarer Energien wird durch die Netzbetreiber in Netzgebieten mit hohen Anteilen erneuerbarer Energien bereits häufig und mit deutlich steigender Tendenz benötigt, um auf Netzengpässe zu reagieren und den sicheren Netzbetrieb zu gewährleisten.

Die insgesamt an die Erneuerbare-Energien-Anlagenbetreiber hierfür zu entrichtenden Entschädigungszahlungen sind heute noch moderat, werden aber zukünftig signifikante Größen erreichen. Im Hinblick auf den Rückstand beim Netzausbau und den Plänen zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien ist heute eine gezielte Berücksichtigung von Einspeisemanagement bei der Netzauslegung nicht unmittelbar notwendig. Mittelfristig sollte geprüft werden, inwieweit im Einzelfall bzw. in der Gesamtbetrachtung die Netzauslastung durch gezieltes Einspeisemanagement optimiert werden kann.

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter: http://www.effiziente-energiesysteme.de/...




(Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena))


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