HANNOVER MESSE 2013: BEE eröffnet Forum Erneuerbare Energien

08.04.13  15:45 | Artikel: 955375 | News-Artikel (e)

HANNOVER MESSE 2013: BEE eröffnet Forum Erneuerbare Energien
BEE-Präsident
Dietmar Schütz
© BEE / Andreas Labes
BEE-Präsident Schütz: „Technologische Weichen für die Energiewende sind auf Gelingen gestellt“

Chancen und Herausforderungen des künftigen Energiemarktes – diesen Schwerpunkt setzt das Forum Erneuerbare Energien, das der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in diesem Jahr erneut auf Einladung der HANNOVER MESSE organisiert. «Die hohe Präsenz der Erneuerbaren-Energien-Branche auf der bedeutendsten Industriemesse der Welt und ihre innovativen Produkte zeigen, das eine sichere Stromversorgung aus 100 Prozent Erneuerbaren Energien funktionieren kann», betonte BEE-Präsident Dietmar Schütz zur heutigen Eröffnung des Forums. Die technologischen Weichen für die Energiewende seien klar auf Gelingen gestellt.

Schütz machte aber auch deutlich, dass die Unternehmen der Branche verlässliche Rahmenbedingungen bräuchten – politisch wie ökonomisch. „Diese Verlässlichkeit ist abhandengekommen.Und ich habe Zweifel, ob die Energiewende als Erfolgsgeschichte noch Handlungsleitfaden der Regierung ist. Von den großen Chancen der Energiewende für die Menschen, die Unternehmen und für den Klimaschutz ist kaum mehr die Rede. Stattdessen gibt es immer neue Vorstöße, wie der Ausbau der Erneuerbaren verlangsamt werden könnte“ stellte Schütz fest. In der Branche sei dadurch eine erhebliche Investitionsunsicherheit ausgelöst worden.

„Wir brauchen aber weiterhin Dynamik. Denn der Beschluss steht, aus der Atomenergie bis 2022 aus- und auf Erneuerbare Energien umzusteigen. Das Zentrum des künftigen Energiesystems bilden die fluktuierenden Erneuerbaren Energien Wind und Sonne. Der weitere Bedarf wird aus dem Zusammenspiel mehrerer Bestandteile gedeckt“, erläuterte Schütz. Unter anderem durch verbleibende konventionelle Kraftwerke und das europäische Verbundnetz. Beide könnten Angebotslücken oder temporäre Überschüsse ausgleichen helfen. Zunehmend würden neue Gaskraftwerke, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und Biomassekraftwerke die Nachfrage in wind- oder sonnenarmen Phasen decken.

Dafür müssten vor allem die genuinen Vorteile von Biogas gezielt angereizt werden. „Biogas kann hervorragend als Regel- und Ausgleichsenergie fungieren, wenn es bedarfsgerecht verstromt wird“, so Schütz. Erhebliches Ausgleichspotential böten zudem die Netze, das Lastmanagement und in der Zukunft auch Speicher. Schon aus Kostengründen sollten aber vorrangig die Kapazitäten der Netze genutzt werden.

„Mehr Flexibilität kommt auch durch eine stärkere Verknüpfung des Strom- und Wärmemarktes ins System. Insbesondere bei der Kraft-Wärme-Kopplung muss die stromgeführte Fahrweise der Anlagen durch den Ausbau von Wärmespeichern erleichtert werden“, forderte Schütz. Die Speicherung von Wärme sei auf absehbare Zeit wesentlich einfacher und günstiger zu realisieren als die Speicherung von Elektrizität.

Mit dem Forum Erneuerbare Energien bieten die HANNOVER MESSE und der BEE eine hochkarätige Bühne, um über Produkte, Dienstleistungen und Lösungen für einen nachhaltigen, sicheren und wettbewerbsfähigen Energiemix zu diskutieren. Mehr als 50 nationale und internationale Wissenschaftler, Politiker und Industrievertreter referieren während der einwöchigen Fachveranstaltung ihre Standpunkte und ihr Expertenwissen zu den Themenkomplexen Energiewirtschaft, -technik und -recht.




(Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE))


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