BITKOM: Daten sind der wichtigste Rohstoff der digitalen Welt

07.03.13  08:15 | Artikel: 955239 | News-Artikel (e)

BITKOM: Daten sind der wichtigste Rohstoff der digitalen WeltUmsatz mit Big-Data-Lösungen wächst bis 2016 jährlich um 48 Prozent
Einsatzmöglichkeiten von der Verkehrssteuerung bis zur Krebstherapie

Daten spielen eine immer wichtigere Rolle in der Wirtschaft und bei der Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen. Bei der gleichermaßen sicheren wie sinnvollen Nutzung des explosionsartig wachsenden Datenaufkommens hilft Big Data. Big Data ist eine neue Technologie, mit der große, unzusammenhängende Datenmengen in Echtzeit analysiert werden können. So wurde dank Big Data zum Beispiel das Verkehrsaufkommen in Stockholm um 20 Prozent reduziert, die individuellen Fahrzeiten sind gar auf die Hälfte geschrumpft. Dafür werden jede Sekunde 250.000 Standortdaten von Verkehrsteilnehmern, Video- und Sensorsysteme ausgewertet und zur Verkehrssteuerung eingesetzt. Auch die Verkehrsemissionen wurden so um 20 Prozent verringert. „In Deutschland steckt Big-Data noch in den Kinderschuhen“, sagt Michael Kleinemeier, Mitglied des BITKOM-Präsidiums am Rande der Hightech-Messe CeBIT. „Die gute Nachricht ist: Big Data hat ein enormes Wachstumspotential, gerade in Deutschland.“

Aus dem Nutzen von Big Data und dem Schutz individueller Informationen entstehe beim Datenschutz ein ganz neues Spannungsverhältnis. Kleinemeier: „Die Sicherung der informationellen Selbstbestimmung ist ein Ziel, dem herausragende Bedeutung zukommt. Die Verbesserung der medizinischen Versorgung von jedem Einzelnen oder auch die Reduzierung des Verkehrsaufkommens und die Schonung unserer natürlichen Ressourcen sind ebenfalls gesellschaftliche Ziele, die dem Datenschutz kaum nachstehen. Um sie zu erreichen, müssen wir auch Daten nutzen, die wir unter dem Leitsatz der informationellen Selbstbestimmung besonders wirkungsvoll schützen wollen. Die Balance zwischen dem Schutz persönlicher Daten und dem gesamtgesellschaftlichen Nutzen muss nun gefunden werden.“

Neue Technologien können helfen, den Datenschutz bei Big-Data-Projekten zu gewährleisten. Durch Anonymisierung und Pseudonymisierung persönlicher Daten sowie ein Maximum an technischer und organisatorischer Sicherheit vor unberechtigten Zugriffen lässt sich die informationelle Selbstbestimmung zuverlässig schützen.




(Quelle: BITKOM)


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