Photovoltaik: Harte Einschnitte beim EEG geplant

14.02.13  13:30 | Artikel: 955153 | News-Artikel (e)

Photovoltaik: Harte Einschnitte beim EEG geplantAlle Photovoltaik-Anlagen, die ab dem 1. August ans Netz gehen und größer als 150 Kilowatt sind, sollen künftig ihren Strom direkt vermarkten. Umwelt- und Wirtschaftsminister haben einen umfangreichen Maßnahmenkatalog vorgelegt, mit denen sie im kommenden Jahr mehr als 1,8 Milliarden Euro sparen wollen. Ablehnung kommt bereits aus Thüringen und vom Bundesverband Solarwirtschaft.

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) haben ihren „gemeinsamen Vorschlag zur Dämpfung der Kosten des Ausbaus der erneuerbaren Energien“ bei einem Sondertreffen den Vertretern der Länder präsentiert. Die beiden Minister seien sich einig, dass es kurzfristige Anpassungen im EEG geben müsse. Unabhängig davon werde aber auch an den Plänen einer grundlegenden Reform des Gesetzes festgehalten. Im Detail planen Altmaier und Rösler zahlreiche Maßnahmen, die vor allem Photovoltaik-, Windkraft- und Biomasseanlagen treffen, die nach dem 1. August ans Netz angeschlossen werden. Es sind aber auch Einschnitte geplant, die den Bestandsschutz für EEG-Anlagen in Frage stellen dürften.

Wie aus dem Vorschlag hervorgeht, soll die Einspeisevergütung für neue Windkraft- und Biomasseanlagen in den ersten fünf Monaten nach Inbetriebnahme auf den Marktwert des Stroms reduziert werden. Photovoltaik-Anlagen sollen von dieser Regelung allerdings nicht betroffen sein. Dies gelte auch für die Plane, die Einspeisetarife teilweise einmalig abzusenken. Für Photovoltaik-Anlagen solle weiterhin der „atmende Deckel“ greifen, dies bedeutet eine monatliche Absenkung der Vergütung abhängig vom Zubau.

Die Minister schlagen zudem vor, dass Markt- und Netzintegrationsmodell zu ändern. Alle Anlagen, die vor dem 1. August ans Netz gingen, könnten weiter zwischen fester Einspeisevergütung und optionaler Direktvermarktung wählen. Alle Photovoltaik-, Windkraft- und Biomasseanlagen, die ab dem 1. August installiert würden und mehr als 150 Kilowatt Leistung haben, müssen ihren Strom direkt vermarkten. Gleichzeitig wird die Managementprämie abgeschafft, wie es in dem gemeinsamen Vorschlag heißt. Die Entscheidung beim Einspeisemanagement bleibe aber unverändert.

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www.photovoltaik.eu




(Quelle: Photovoltaik Magazin)


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