Photon-Insolvenz: Geschäftsbetrieb der Solarstrom-Fachzeitschriften wird fortgeführt

14.12.12  16:10 | Artikel: 954884 | News-Artikel (e)

Photon-Insolvenz: Geschäftsbetrieb der Solarstrom-Fachzeitschriften wird fortgeführtDie Photon Europe GmbH mit Sitz in Aachen hat am vergangenen Mittwoch Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt
Vorläufiger Insolvenzverwalter André Seckler prüft Sanierungsoptionen
Kommende Ausgabe erscheint wie geplant im Januar 2013, Online-Nachrichtendienst wird fortgeführt

Rechtsanwalt André Seckler aus Aachen, vorläufiger Insolvenzverwalter der Photon Europe GmbH, führt den Geschäftsbetrieb des Herausgebers diverser Publikationen aus dem Bereich Photovoltaik vollumfänglich fort. „Bereits im Januar soll wie geplant die nächste Print-Ausgabe der Zeitschrift Photon – Das Solarstrommagazin erscheinen“, sagte Seckler. Auch der Internet-Auftritt – unter anderem mit aktuellen Nachrichten aus der Branche – wird weiterhin regelmäßig gepflegt und aktualisiert.

Für die 140 Beschäftigten von Photon Europe hat Seckler bereits die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes in die Wege geleitet. „Die Mitarbeiter haben auf der Betriebsversammlung deutlich gemacht, dass sie an die Zukunft von Photon weiterhin glauben und bei der anstehenden Sanierung engagiert mitarbeiten werden“, zeigte sich Seckler erfreut. Das erhöhe die Chancen auf eine positive Zukunft des Unternehmens und den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze.

Seckler, von der auf Restrukturierungen und Insolvenzen spezialisierten bundesweit agierenden Kanzlei Kebekus & Zimmermann, wurde am Mittwoch den 12. Dezember vom Amtsgericht Aachen zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Photon Europe bestellt, nachdem die Geschäftsführung einen entsprechenden Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit bei Gericht gestellt hat. Der Rechtsanwalt prüft derzeit die wirtschaftliche Situation des Unternehmens, um darauf aufbauend Restrukturierungsoptionen zu erarbeiten.

Nach einer ersten Sichtung geht der vorläufige Insolvenzverwalter davon aus, dass für eine Sanierung externe Geldgeber notwendig sein werden. „Ich habe bereits jetzt Signale von Interessenten erhalten, die sich ein Engagement im Zuge einer übertragenden Sanierung durchaus vor stellen können“, sagt André Seckler. Als nächste Schritte kündigte er an, zeitnah mit den Beteiligten allen voran, den Geldgebern und Lieferanten, Gespräche aufzunehmen.




(Quelle: RA André Seckler | Photon)


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