PHOTON Europe ist Pleite - Staatsanwaltschaft ermittelt

14.12.12  06:00 | Artikel: 954878 | News-Artikel (Red)

PHOTON Europe ist Pleite - Staatsanwaltschaft ermittelt
Bild: Photon
3Die PHOTON Europe GmbH hatte am 12.12.2012 Insolvenz anmelden müssen, da das Amtsgericht Aachen ein vorläufiges Insolvenzverfahren gegen den Verlag angeordnet hat. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt André Seckler. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Insolvenzverschleppung und weiterer Straftaten.

Der Verlag ist Herausgeber der Fachmagazine Photon, Photon Profi und Photon International. Bereit in den letzten Tagen wurden die Probleme im Netz diskutiert.

Eine Nachfrage bei der Staatsanwaltschaft Aachen ergab, dass wegen wegen Insolvenzverschleppung und "anderer Straftaten" gegen den Verlag ermittelt wird.


Nähere Informationen waren nicht zu bekommen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

Im Rahmen der Insolvenz teilte das Amtsgericht Aachen öffentlicht mit:

12.12.2012 | Amtsgericht Aachen | Aktenzeichen: 92 IN 243/12

In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter HRB 14723 eingetragenen
Photon Europe GmbH, Jülicher Str. 376, 52070 Aachen,
gesetzlich vertreten durch die Geschäftsführerin
Annegret Kreutzmann, Jülicher Str. 376, 52070 Aachen
Geschäftszweig: Herstellung, Publizierung und Vertrieb von Druckerzeugnissen

ist am 12.12.2012, um 14:13 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22 InsO):

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt André Seckler, Papiermühlenweg 20, 52070 Aachen bestellt.

Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO).

Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).

Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung gegen die Schuldnerin werden untersagt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind; bereits begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3 InsO).




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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