13. Forum Solarpraxis geht zu Ende: Hoffnung trotz Herausforderungen

26.11.12  06:00 | Artikel: 954820 | News-Artikel (Red)

13. Forum Solarpraxis geht zu Ende: Hoffnung trotz HerausforderungenDie Solarbranche steht vor neuen Herausforderungen, die jedoch großes Potential mit sich bringen.

Zwei Tage lang war das 13. Forum Solarpraxis in Berlin wieder die zentrale Veranstaltung für die Solarbrache, in der die Zukunft der Branche diskutiert und nach neuen Lösungen für die Zukunft gesucht wurde. Die Alternativen sind durchaus vielfältig, die Unternehmen müssen sich jedoch der neuen Marktsituation stellen um im deutschen und internationalen Markt langfristig bestehen zu können.

„Es lohnt sich weiterzumachen“, lautete das Fazit von Karl-Heinz Remmers, Vorstandschef der Solarpraxis AG. Die Energiewirtschaft werde immer extremen Regulierungen unterliegen, allerdings müssten nun die richtigen Rahmenbedingungen für die Zukunft geschaffen werden.

Remmers sprach sich auch dafür aus, sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Die Öffentlichkeitsarbeit der Solarbranche reiche momentan nicht aus. Bereits zu Anfang des Forums appellierte Remmers auch an die Journalisten, sich mehr auf das Thema einzulassen und nachzudenken: "Nicht nachplappern sondern noch mal genau hinschauen und nicht abschreiben bitte."

Auch die Konfrontation mit den "natürlichen Feinden" der Branche sollte überdacht werden. So waren auf der diesjährigen Veranstaltung auch Vertreter von RWE, E.on und den Verbraucherschützern anwesend, die sich zudem aktiv an den Diskussionen beteiligt haben. Aber auch Politiker verschiedener Parteien, inklusive Bundesumweltminister Peter Altmaier, der eine Rede zu Energiewende hielt, wurden in den Dialog mit einbezogen.

Die Zeiten von Schwarz und Weiß seien vorbei, sagte Remmers. Mit Einbindung von Stadtwerken und konventionellen Energiekonzernen könnten neue Vertriebskanäle genutzt werden. Gleichzeitig kündigte Remmers an, auch im nächsten Jahr die Energieversorger verstärkt mit einzubeziehen. Die Akzeptanz bei den Teilnehmern war durchaus gegeben.

So erklärte z.B. Markus Lohr, Chefanalyst der EuPD Research: "Was ich auf jeden Fall mitnehme ist, das dieser Mind-Shift stattgefunden hat, also, das man durchaus offener ist. Karl-Heinz Remmers hat zu Anfang gesagt, das jemand von der RWE spricht. Ich glaube, der Schritt war überfällig, dass man mit dem ehemaligen Gegner mal zumindest darüber nachdenkt zu kooperieren. Das wäre vor zwei Jahren noch nicht der Fall gewesen."

Im Bereich der Speichersysteme sei zu erwarten, dass mit einem entsprechenden Anreizprogramm der Regierung, die Photovoltaik wieder Vorreiter sein wird. „Die erste Speicherwelle wird aus der Photovoltaik kommen“, erklärte Remmers in seiner Abschlussrede am Freitag Nachmittag.

Hier finden Sie eine kleine Bildergalerie.

Karl-Heinz-Remmers mit Bundesumweltminister Peter-Altmaier beim 13. Forum Solarpraxis
Karl-Heinz-Remmers mit Bundesumweltminister Peter-Altmaier beim 13. Forum Solarpraxis
Bild: Solarpraxis AG / Therese Aufschlager




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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