BITKOM gibt Tipps zur App-Sicherheit

01.11.12  09:45 | Artikel: 954730 | News-Artikel (e)

BITKOM gibt Tipps zur App-SicherheitSmartphones sind anfällig für Angriffe über das Internet
Cyberkriminelle nutzen Apps als Einfallstor für Schädlinge und Abofallen
Nutzer sollten Anwendungen vor dem Herunterladen sorgfältig prüfen

Ein Drittel aller Bundesbürger besitzt inzwischen ein Smartphone. Sehr nützlich und beliebt bei den Nutzern sind die darauf laufenden Programme, so genannte Apps. Wie eine BITKOM-Umfrage kürzlich ergab, hat jeder Smartphone-Besitzer im Durchschnitt 23 Apps für die verschiedensten Anwendungen installiert. Allerdings können Apps schädliche Funktionen haben oder ein Einfallstor für Schadprogramme wie Viren sein. Der BITKOM zeigt, wo Gefahren lauern und was die Nutzer bei der Auswahl und Verwendung von Apps beachten sollten:

Welche Gefahren gibt es?
Smartphones sind inzwischen ähnlich leistungsfähig wie herkömmliche Computer - und sie sind über das Internet vernetzt: Das macht sie angreifbar. So können schädliche Apps unbemerkt SMS-Nachrichten an teure 900er-Nummern senden. Eine recht häufige Masche unseriöser App-Anbieter sind Abo-Fallen, die den Nutzern beim Anklicken von Werbebannern untergeschoben werden. Zudem können Apps auf viele Informationen auf dem Smartphone zugreifen, zum Beispiel auf die Kontaktdaten oder den Standort, und Funktionen wie den Versand von Kurznachrichten auslösen. Daraus können Personen- und Bewegungsprofile erstellt werden, was datenschutzrechtlich relevant ist. Hier müssen die Nutzer im Einzelfall entscheiden, ob sie mit den Zugriffsrechten der jeweiligen App einverstanden sind.

Problem Abofallen
Insbesondere kostenlose Apps werden häufig mit Werbung finanziert. Unseriöse App-Anbieter nutzen in diesem Zusammenhang ein „WAP-Billing“ genanntes Verfahren, um unrechtmäßig an Geld zu gelangen. Klickt der Nutzer – unter Umständen versehentlich – ein Werbebanner an, wird ihm ein kostenpflichtiges Abo untergeschoben. Ab der nächsten Handy-Rechnung werden ihm dann Beträge von 3 bis hin zu 60 Euro pro Monat berechnet.

Schutz vor Abo-Fallen
Bemerken Nutzer ein unerwünschtes Abo, sollten sie sofort handeln. In der Regel ist kein Abo-Vertrag zustande gekommen, da Preise oder Laufzeiten klar erkennbar sein müssen. Zudem muss der Nutzer diese bewusst akzeptieren. Geschädigte sollten dem Mobilfunkbetreiber mitteilen, dass sie das Abo bestreiten und die Rechnung um den entsprechenden Betrag kürzen. Zudem sollten sie dem auf der Rechnung genannten Anbieter per Einschreiben mitteilen, dass sie die Forderung nicht anerkennen und den Vertrag bestreiten. Wer für die Zukunft auf Nummer sicher gehen will, sperrt bei seinem Mobilfunkbetreiber das Inkasso für Drittanbieter.

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(Quelle: BITKOM)


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