Leak: Googles Qualitätshandbuch taucht im Web auf

11.09.12  06:00 | Artikel: 954605 | News-Artikel (Red)

Leak: Googles Qualitätshandbuch taucht im Web aufEine aktuelle Version der „Page Quality Rating Guidelines“ ist im Web aufgetaucht. Google hat das Handbuch um ein Kapitel über Qualitätskriterien einer Website erweitert. Einige Informationen zum Inhalt des Kapitels.

Im Zusammenhang mit dem Panda-Update werden einige Websites teilweise von Menschen, den sog. Search Quality Raters, untersucht und bewertet. Die „Page Quality Rating Guidelines“ sind dabei umfangreiche Richtlinien, die dabei helfen sollen, eine Website richtig zu bewerten. Nun ist eine aktuelle Version dieses Dokumentes im Netz aufgetaucht und gibt einige interessante Einblicke in die Bewertung durch Google.

aktuelle Version der Page Quality Rating Guidelines umfasst 161 Seiten

Bereits die letzte Version fand ihren Weg im Oktober 2011 an die Öffentlichkeit. Die aktuelle Version (3.27) vom 22. Juni 2012 hat gegenüber der Vorgängerversion um 36 Seiten zugelegt. Das Kapitel zur Einschätzung der Qualität einer Website steht dabei deutlich im Fokus.

Allein das Lesen der Guidelines gibt keinen Aufschluss über die Verwendung der Informationen bei Google. so sind zahlreiche interne Links vorhanden, die von außen nicht erreichbar sind. Die Fragelisten für die "Raters" geben allerdings eine Vorstellung davon, auf was geachtet werden muss und was eine gute Website ausmacht.

Ein entsprechender Screenshot ist HIER verfügbar.

Differenzierung von Inhalten und Werbung, Layout, Erreichbarkeit und Autorenerkennung sind nur einige Beispiele für Bewertungskriterien. Der Screenshot lässt zumindest erahnen, was Google hier alles zur Bewertung heranzieht.

Positive Indikatoren: Engagement, Expertise, Aktualität

Zur Identifikation "qualitativ hochwertiger" Inhalte nennt Google vier Beispiele, die folgendermaßen Zusammengefasst werden können.


  • Für eine Website, zu einem bestimmten Fachbereich gelten die folgenden Qualitätsmerkmale: Sie sollte von Personen oder Organisationen verwaltet werden, die Profis in Ihren Fachbereich sind. (bspw. über den Beruf). Der Content der Seite sollte einen professionellen Eindruck machen und periodisch aktualisiert werden.

  • Private Internetseiten, die ein Hobby zum Thema haben: Am qualitativ hochwertigsten sind Inhalte, die viel Zeit sowie Einsatz erfordern und auf Erfahrung schließen lassen. Talent sollte ebenso erkennbar sein.

  • Persönliche Seiten in sozialen Netzwerken sind qualitativ hochwertig, wenn sie regelmäßig aktualisiert werden, über viele soziale Verbindungen verfügen und viele Kommentare erhalten.


Negative Indikatoren: Fehler, Falschinformationen, wenig Inhalt

Qualitativ minderwertige Seiten kennt Google natürlich auch. Minderwertig sind Seiten, wenn folgende Beispiele zutreffen:

  • öffentlich und allgemein bekannte Inhalte, die eigentlich keine Erklärung benötigen.
  • viele Rechtschreib- oder Grammatikfehler, sowie Falschinformationen.
  • Viel Text, aber wenig Inhalt; also Blabla.
  • unvollständige oder fehlende Informationen zur Erfahrung und Referenzen des Verfassers.
  • Automatisch generierte Inhalte, beispielsweise durch RSS-Feeds.


Aus rechtlichen Gründen wagt kaum jemand, das Dokument zum Download zu Verfügung zu stellen. Aber die Google Suche sollte auch hier einige Fundstellen ausgeben, die einen Downloadlink enthalten.

Letztendlich wird aber wieder klar: mit selbst geschriebenen, qualitativ hochwertigen Inhalten lässt sich gegenüber Google punkten. Oberflächliche Texte und Inhalte und viel Werbung auf einer Seite können diese recht schnell abstürzen lassen.







Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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