Wartung und Instandhaltung von PV-Anlagen

07.02.12  06:00 | Artikel: 954302 | News-Artikel (Red)

Wartung und Instandhaltung von PV-AnlagenEinspeisevergütung und Renditeoptimierung waren die dominierenden Themen, wenn es die letzten Jahre um den Bau von Solaranlagen ging; hauptsächlich bei den großen Freiflächenanlagen. So mancher Betreiber merkt allerdings im Laufe der Zeit, dass es eine ganze Palette von Maßnahmen zu koordinieren gibt, die zum Zeitpunkt der Erstellung noch gar nicht zur Disposition standen.

Betrieb, Wartung und Instandhaltung von Solaranlagen, neudeutsch auch mit den Akronymen OM - Operation and Maintenance - oder MRO - Maintenance, repair, and operations - bezeichnet wird zunehmend ein Thema für bestehende Solaranlagen jeder Größe.

Üblicherweise haben Investoren oder Betreibergesellschaften weder das entsprechende Know-how oder die Personalkapazität, um PV-Anlagen optimal zu überwachen und zu betreuen. Dabei sind es nicht nur die Störfälle, die im optimalen Falle über das Monitoring-System gemeldet werden. Viele mehr sind es auch fristgerechte Wartungsmaßnahmen und Kleinreparaturen, die geplant und ausgeführt werden müssen, um den optimalen Betrieb und damit auch den optimalen Ertrag sicherzustellen.

So ist es nahe liegend, dass es zunehmend einen Bedarf an Dienstleistern gibt, die eben solche Tätigkeiten durchführen. Hier werden entsprechende Verträge zwischen Anbieter und Betreiber respektive Investor geschlossen, damit der Betrieb der Anlage jederzeit sichergestellt ist. Im besten Falle übernimmt der Dienstleister die komplette Betriebsführung, die sich in die Bereiche technische und kaufmännische Betriebsführung aufteilen lässt.

Bei der technischen Betriebsführung wird vorrangig auf Störungen reagiert, die über entsprechend zeitnahe Reaktionszeiten kurzfristig erkannt und behoben werden. Dabei übernimmt der Anbieter entsprechend alle notwendigen Maßnahmen und Koordinierungsarbeiten, wie den Austausch fehlerhafter oder defekten Komponenten, bis die Anlage wieder in den Regelbetrieb gehen kann.
Aber auch turnusmäßige Sichtkontrollen einzelner Bauteile und Komponenten sind dabei Bestandteil der Verträge. Oft können damit Störungsfälle im Vorfeld vermieden und so nachhaltig die Erträge der Anlage gesichert werden.

Bei der kaufmännischen Betriebsführung übernimmt der Dienstleister auch die komplette Verwaltung der Anlage. Berichtswesen, Versicherungsmanagement und Rechnungswesen sind nur einige Beispiele für die große Leistungspalette, die verschiedene Anbieter mitbringen können.

Gerade weil es derzeit eine Menge an Dienstleistern gibt, die auch durchaus mit sehr vielfältigen Leistungspaletten aufwarten, empfiehlt es sich entsprechende Verträge akribisch zu prüfen und zu vergleichen.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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