Deutsche Kreditwirtschaft führt kontaktloses Bezahlen ein

17.01.12  09:00 | Artikel: 954291 | News-Artikel (Red)

Deutsche Kreditwirtschaft führt kontaktloses Bezahlen einBereits Mitte letzten Jahres sollte die neue NFC-Technik eingeführt werden. Jetzt soll der erste Feldversuch in den Regionen Hannover, Braunschweig und Wolfsburg starten und Kunden können mit der neuen Karte kontaktlos kleine Beträge bezahlen. Girogo ist dabei das neue Markenzeichen.

Schon seit längerem ist die Deutsche Kreditwirtschaft ernsthaft bemüht die Geldkarte wieder populärer zu machen. Mit der Integration und dem Einsatz sog. NFC-Chips in der Karte sollen Kunden in Zukunft bargeldlos und kontaktlos kleine Beträge bezahlen können. Dabei wird die Bezahl-Karte einfach nur an ein Lesegerät gehalten um den Bezahlvorgang einzuleiten. Eine PIN ist nicht notwendig.

In einer Pressemeldung der Deutsche Kreditwirtschaft werden der Lebensmitteleinzelhändler EDEKA, die Tankstellenkette ESSO, die Douglas Parfümerien sowie einige Tochterunternehmen der Douglas Holding an diesem ersten Feldversuch teilnehmen.

Hauptanliegen des Pilotprojekts soll das Sammeln von Erfahrungen im Umgang mit der neuen Technologie sein. Die Nutzerfreundlichkeit soll dabei an erster Stelle stehen. Die teilnehmenden Händler erwarten durch den Einsatz von girogo ein schnelleres und bequemeres Bezahlen an der Kasse. Durchlaufzeiten sollen verbessert und damit der Andrang an der Kasse vermieden werden.

„Von der kontaktlosen girogo-Funktion versprechen wir uns langfristig eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Nahezu jeder Kunde hat bereits eine Bank- oder Sparkassenkarte in der Tasche und den Bezahlverfahren der Deutschen Kreditwirtschaft wird seit langem großes Vertrauen entgegengebracht. Mit der girogo-Funktion erweitern wir die bekannte Kartenzahlung mit girocard um eine attraktive und zukunftsweisende Option im Kleingeldbereich. Die Prepaid-Anwendung auf dem GeldKarte-Chip ist dabei der erste Schritt“, erklärt Dr. Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) für die Deutsche Kreditwirtschaft.

„Unsere Kunden profitieren beim kontaktlosen Bezahlen durch deutlich kürzere Wartezeiten an der Kasse“, so Wolfgang Mücher, Vorstand EDEKA Minden-Hannover. „Das neue Verfahren kommt insbesondere Kunden mit kleinem Einkauf und Verbrauchern in den Innenstädten entgegen, die sich in den Pausen oder vor der Arbeit mit Snacks und Getränken versorgen.“

Viele Bürger kennen das Verfahren bereits z.B. aus der hauseigenen Kantine, wo das NFC-Verfahren bereits seit längerem eingesetzt wird. Das mit der Verkürzung des Bezahlvorganges unter Umständen auch Arbeitsplätze eingespart werden können, wird von keiner Partei genannt.

Weitere Informationen, insbesondere Vor- und Nachteile des Verfahrens finden Sie auch in unserem Artikel:

Kommentar: Sparkassen läuten nächste Technik-Runde ein




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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