1&1 kurzfristig «Weg vom Fenster»

27.09.11  06:25 | Artikel: 953245 | Proteus Statement

1&1 kurzfristig «Weg vom Fenster»
Person auf der Collage:
Marcell D'Avis Leiter für
Kundenzufriedenheit
[Bild: 1&1]
Kunden die eine Billig-Präsenz beim Webhoster 1&1 unterhalten hatten gestern Nachmittag kurzfristig mit Ausfällen zu kämpfen. Zwischen 15:00 Uhr und 17:00 Uhr war ein Großteil der dedizierten Server nicht zu erreichen. Nach Angaben des Unternehmen war ein Softwarefehler Schuld an diesem Ausfall.

Bereits vor einigen Wochen berichteten wir von der Kundenfreundlichkeit des Unternehmens GMX (Dienstleistungsgedanke bei GMX), einem Markennamen der United Internet AG mit Sitz in Montabaur. Auch 1&1 ist eine Marke der United Internet.

Der Internet Service Provider steht schon seit langem wegen verschiedenen Themen in der Kritik, hauptsächlich wegen Kündigungsfristen oder Vertragsbestandteilen. Im aktuellen Fall stellt sich wohl die Frage, ob und wie die Unternehmensleitung bereit ist, die Kunden zu entschädigen.

Zu erwarten ist jedoch mit Sicherheit, das ein Softwarefehler als höhere Gewalt deklariert wird und die Kunden, die mit Ihrer Internetpräsenz nicht erreichbar waren, leer ausgehen.
Der Image-Schaden war wohl nicht genug.

Internet Service Provider für Geschäftskunden bieten heute Verfügbarkeiten, die bei 99,99% liegen. Bei 365 Tagen im Jahr und 24h-Regelbetrieb bedeutet das eine maximale Ausfallzeit von knapp 53 Minuten.

1&1 hat durch die jüngste Panne diesen Wert schon verdoppelt;
da konnte wohl Marcell D'Avis auch auf die Schnelle nicht weiterhelfen.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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