Ergänzung: iTAN, SmartTan, mTAN: Was ist sicher?

11.08.11  06:30 | Artikel: 953222 | News-Artikel (Red)

Ergänzung: iTAN, SmartTan, mTAN: Was ist sicher? Anfang des Monats veröffentlichten wir einen Artikel zu den neuen Verfahren im Online-Banking zur Bestätigung von Transaktionen. Heute wollen wir Ihnen in einer kurzen Ergänzung nochmals kurz darlegen, worauf Sie beim Online-Banking achten sollten, da wir relativ viele Zugriffe auf diesen Bereich hatten.

Generell bei allen Verfahren ist ein Faktor der unsicherste: der Bankkunde.

Das mag nach Banken-Marketing klingen, aber die Zugangsdaten, mit denen man sich auf der entsprechenden Internetseite der Bank anmeldet, sind immer noch ein Risiko. Sind diese jedoch einem potentiellen Angreifer bekannt, werden die Sicherheitsverfahren für Überweisungen und Aufträge zwar nicht zu Makulatur, aber möglicherweise recht einfach zu knacken.

Deshalb, ein paar Regeln, um Ihre Sicherheit zu erhöhen:


  • Benutzen Sie möglichst lange Passwörter.
    vgl. auch Artikel: Sind Ihre Kennwörter sicher?


  • ändern Sie alle paar Wochen Ihr Kennwort

  • wählen Sie für jeden Online-Zugang ein separates Kennwort


  • schreiben Sie die Zugangsdaten nicht auf;
    höchstens für den Notfall in einem verschlossenen, unbeschrifteten Umschlag;
    verstecken Sie diesen, oder deponieren Sie ihn in einem Schließfach oder Tresor.


  • lassen Sie TAN-Generatoren nicht offen liegen, insbesondere personalisierte

  • lassen Sie Ihr Handy nicht unbeaufsichtigt, wenn Sie mobile TANs empfangen können

  • lassen Sie sofort Ihren Online-Zugang sperren, wenn Sie eine mobile TAN erhalten, die Sie nicht initiiert haben.


  • stellen Sie sicher, das niemand auf Ihre Bankkarten Zugriff hat.


Es ist natürlich recht aufwändig, diese Regeln richtig und nachhaltig umzusetzen. Trotzdem sollten diese beherzigt werden, da die Zugangsdaten zum Banking die größte Hürde darstellen.

Wie einfach wäre es denn für Kriminelle einen personalisierten eTAN-Plus-Generator der BW-Bank zu stehlen? Völlig ausgeschlossen? Vielleicht der neue Freund Ihrer Tochter? Gelegenheiten gibt es mit Sicherheit viele.

Auf Bankkarten wird immer noch am meisten geachtet, weil diese in vielen Fällen im Geldbeutel stecken. Aber die Zahl der Diebstähle in diesem Bereich ist auch nicht zu vernachlässigen, ebenso wie die Zahl der Handy- oder Smartphone-Diebstähle.
Wird das Handy gestohlen und jemand hat die Zugangsdaten zum Banking-Portal, hat diese praktisch vollen Zugriff auf das Gesparte.

Bei den neuen Verfahren wird ein hohes Maß an Sicherheit geboten, aber nur, wenn die Hilfsmittel für den Einsatz solcher Technologien entsprechend geschützt werden.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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