Netzwerksicherheit: erneut Angriffe aus China

09.06.11  07:30 | Artikel: 953182 | News-Artikel (Red)

Netzwerksicherheit: erneut Angriffe aus ChinaSeit Monaten nehmen Angriffe auf westliche Netzwerke zu. Google hat in den letzten Tagen einen Angriff auf den hauseigenen Dienst GMail gemeldet.

Laut Google waren Hunderte eMail-Konten von amerikanischen Politikern, politischen Aktivisten aus China und Regierungsvertreter aus anderen asiatischen Ländern Ziel der Attacke. Auch Militärangehörige und Journalisten seien betroffen gewesen.

Google konnte die Angriffe bis in die Stadt Jinan zurückverfolgen. Zwar sprach der Internet-Riese keine direkte Beschuldigung gegenüber der Chinesischen Regierung aus, schloss aber politische Motive nicht aus. Ein Sprecher des Chinesischen Außenministeriums dementierte jegliche Beteiligung der Regierung an diesem Vorfall.

Google hatte in der Vergangenheit schon vermehrt Angriffe aus China und anderen asiatischen Staaten registriert. Auch das Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnte schon mehrfach vor Angriffen aus Russland und China. Europäische Unternehmen werden auf Grund Ihres hohen technologischen Niveaus recht oft Ziel für Industriespionage.

Deutschen Unternehmen wird empfohlen, die Sicherheit Ihrer Netzwerke und der Infrastruktur zu überprüfen und auch Webservices nicht auszulassen, vor allem wenn dort Kundendaten gespeichert sind. Filter, die den regionalen Ursprung anhand der IP-Adresse prüfen und den Zugriff auf Webservices blockieren, sind zwar kein 100%iger Schutz, erschweren aber möglicherweise den Zugriff. Entsprechende Datenbanken können recht einfach implementiert werden.

Siehe auch: Angriffe aus China und Russland nehmen zu





Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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