Forsa-Studienergebnisse: Bürger zweifeln Internetkompetenz der Parteien an

29.11.10  09:00 | Artikel: 952097 | Proteus Statement

Forsa-Studienergebnisse: Bürger zweifeln Internetkompetenz der Parteien anEine aktuelle repräsentative Forsa-Studie, die im Auftrag des Branchenverbandes BITKOM furchgeführt wird, kommt zu anschaulichen Ergebnissen. Nur wenige Bürger trauen einer Partei Kompetenz in Sachen Netzpolitik zu.

Gerade mal ein Drittel der befragten Personen bescheinigen den Parteien Internetkompetenz. Der Großteil jedoch erteilt der Politik eine klare Absage. Bündnis 90 / Die Grünen und die Union schneiden bei den Ergebnissen noch am besten ab; ein klares Votum gegen die SPD.

Trotzdem sind es 60 Prozent, die der Meinung sind, die Parteien hätten keine Kompetenz. Auslöser für dieses Debakel mögen wohl immer wiederkehrende Pressemitteilungen sein. Über Sicherheitsmeldungen, Vorratsdatenspeicherung oder auch den elektronischen Personalausweis. Es gibt jedes Jahr genügend Politiker, die sich gerne in den Medien sehen. Oft genug werden dabei Äußerungen getätigt, die vor Unkenntnis nur so strotzen. Ob Medienpräsenz alles ist, bleibt anzuwarten. Letztendlich zeigt die Studie, wie der Bundesbürger jetzt schon über derlei Äußerungen denkt.

Weitere Auswertungen belegen, dass die Meinung noch drastischer ausfällt:
Nur jeder sechste Wähler ist der Meinung, dass keine der etablierten Parteien überhaupt etwas vom Internet oder der Netzpolitik versteht. Jeder zweite sieht sich nicht in der Lage, einer bestimmten Partei explizite Sachkenntnis zuzuschreiben.

Werden sich Politiker weiterbilden oder ggf. mal auf eine Pressekonferenz verzichten?

Diese Frage ist selbstverständlich rein rhetorisch.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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