Google setzt die Messlatte höher

13.04.10  22:53 | Artikel: 952024 | News-Artikel (Red)

Google setzt die Messlatte höherVor ein paar Tagen hat Google offiziell bekannt gegeben, dass der Page-Rank-Algorithmus wieder mal geändert wurde. Neu zur Berechnung hinzugekommen ist dieses Mal die Performance der jeweiligen Seite.

In den Google Webmaster Tools (WMT) steht schon seit längerem der Eintrag WebSite-Leistung unter Google-Labs. Dahinter verbirgt sich eine Auswertung über die Geschwindigkeit der verwalteten Seite über einen Zeitraum von ein paar Monaten. Bisher war dieses Tool eher informativer Natur und gab dem Webmaster einen Eindruck über die Leistung der Seite. Dabei wird bei der Auswertung die gemittelte Ladezeit der gesamten Seite in Sekunden dargestellt. Das Diagramm selbst ist in die zwei Bereiche »schnell« und »langsam« eingeteilt. Interessanterweise wird eine Seite als langsam bewertet, wenn die Ladezeit über 1,5 Sekunden liegt.

Dass Google diese Performance jetzt mit in das Page-Rank mit einbezieht, ist seit 9.4.2010 eine Tatsache. Für Betreiber von gut strukturierten, hoch performanten Websites, ist dies mit Sicherheit ein kleines Geschenk von Google. Auch wir bedanken uns.

Allerdings sind die Betreiber von überfrachteten Seiten damit wohl eher unzufrieden. Hohe Ladezeiten lassen jetzt die Bewertung vermutlich ein klein wenig zurückgehen. Mit Sicherheit wird dadurch der PR-Status nicht gleich wegbrechen - Google macht leider keine Angaben zur Gewichtung - aber bei konkurrierenden Sites kann wohl die Geschwindgkeit jetzt den Ausschlag geben, wer die Nase vorn hat.

Pech für so manchen Seitenbetreiber, der auf ein schlecht konfiguriertes Open-Source-CMS gesetzt hat. Joomla und Co werden jetzt zeigen müssen, was die Pinguin-Systeme wirklich hergeben. Im allgemeinen sind hochkomplexe oder kostenlose Content-Management-Systeme, bis auf wenige Ausnahmen, nicht Spitzenreiter in Sachen Ladezeiten.

Neben dieser Neuerung gibt es seit gestern Nachmittag auch noch eine kleine Änderung an den Google Webmaster Tools. Der Menüpunkt »Die häufigsten Suchanfragen« zeigt sich in neuem Design und ist jetzt ähnlich wie Analytics mit entsprechenden Grafiken ausgestattet, die Werte wie Suchanfragen, Impressionen und Clickthrough darstellen.
Ein Blick lohnt sich hier in jedem Fall.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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