Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

BGH: Phishing-Opfer sind selber schuld

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Fachartikel
Proteus Direkt
Statements
Autorenliste
Messen & Termine
Vorträge, Seminare
& Workshops
Buch:
Jahrbuch
Energiewende 2014
Buch:
Hybridstrommarkt
Buch:
Netzpolitik &
Sicherheit
Buch:
Herausforderung
Energiewende 2013
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Websites und SEO
Fachbuch-
empfehlungen
Suche










BGH: Phishing-Opfer sind selber schuld

BGH: Phishing-Opfer sind selber schuld
Bild: bundesgerichtshof.de
Der Bundesgerichtshof bestätigte in einem Revisionsurteil das Urteil der Vorinstanz. Im aktuellen Fall hatte ein Kunde seine Bank auf Schadenersatz von 5.000 EUR verklagt, weil er auf einer fremden Website mehrere TANs eingegeben hatte.

Der BGH hat die Klage des Kunden abgewiesen, weil er diese für unbegründet hält.

Der Kunde nutzte das Online-Banking-Verfahren seiner Bank seit 2001 und fiel 2008 lt. eigener Aussage auf Phishing bzw. Pharming herein, was diesem einen Schaden von 5.000 EUR einbrachte.

Nachdem dieser feststellte, das hier etwas nicht mit rechten Dingen zuging, stellte der Kunde Strafanzeige gegen unbekannt und erklärte:

"Ich habe das Onlinebanking der ... Bank angeklickt. Die Maske hat sich wie gewohnt aufgemacht. Danach kam der Hinweis, dass ich im Moment keinen Zugriff auf Onlinebanking der ... Bank hätte. Danach kam eine Anweisung, zehn Tan-Nummern einzugeben. Die Felder waren nicht von 1 bis 10 durchnummeriert, sondern kreuz und quer. Ich habe dann auch die geforderten Tan-Nummern, die ich schon von der Bank hatte, in die Felder chronologisch eingetragen. Danach erhielt ich dann Zugriff auf mein Onlinebanking. Ich habe dann unter Verwendung einer anderen Tan-Nummer eine Überweisung getätigt."

Der Kunde habe lt. BGH mit seiner Reaktion auf die Phishing-Mail "die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen, indem er beim Loginvorgang, also nicht in Bezug auf einen konkreten Überweisungsvorgang, trotz des ausdrücklichen Warnhinweises der Bank gleichzeitig zehn TAN eingegeben hat".

Damit bestätigte der BGH, dass Kunden, die immer noch glauben, die Banken würden eMails versenden und dann auf einer Seite dazu auffordern mehrere TANs einzugeben, den Schaden selbst tragen müssen. In diesem Falle hätte vermutlich ein kurzer Anruf bei der Bank den Schaden verhindert. Zudem weisen Banken seit Jahren auf Websites und in verschiedenen AGBs auf diese Möglichkeiten hin.

Auf den Seiten des BGH ist das komplette Urteil nachzulesen.

Urteil vom 24. April 2012 - XI ZR 96/11

Das LG Landshut entschied im September 2011 schon mal anders:
Urteil: Phishing-Opfer ist unschuldig




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



 Trackbacks (0):    Trackback-Adresse: h t t p://psrd.de/trackback/@954369

0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Datenschutz | Sicherheit | Recht

Schlagworte:

Urteil (31) | BGH (8) | Phishing (8) | Pharming | XI ZR 96/11




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@954369







© by Proteus Solutions GbR 2015


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Meisenweg 5, 78549 Spaichingen
Tel: 07424-940013-70 oder 0800-50506055, Fax 07424-940013-77
Spam@proteus-solutions.de

91.20.25.201 - (01.07.2015 01:55:02)


 

verwandte Themen
7.4.15 | Artikel: 962564
Katharina Nocun: Freiheit, Gleichheit, Facebook?

Die Türkische Regierung hat einmal wieder Youtube und Twitter gesperrt. Facebook hat die beanstandeten Inhalte zügig entfernt und wurde wieder entsperrt.

6.3.15 | Artikel: 962451
Katharina Nocun: Kein Vertrauen in V-Leute

Die Bundesregierung will mit einem neuen Gesetzentwurf V-Leuten der Geheimdienste ausdrücklich erlauben Straftaten zu begehen oder dazu aufzurufen.

Ihr eigenes Buch veröffentlichen.
Wir helden Ihnen dabei.
10.2.15 | Artikel: 962380
Studie zum Passwort-Schutz: Internet-Kriminelle haben oft leichtes Spiel (Video)

Viele Deutsche gehen zu sorglos mit ihren Online-Konten um. Das zeigt eine aktuelle Studie der Convios Consulting GmbH für GMX und WEB.DE. Zwar ändert mittlerweile jeder zweite Bundesbürger regelmäßig seine Zugangsdaten …

22.5.15 | Artikel: 962702
Wenn der Fernseher bespitzelt und der Kühlschrank Spam verschickt

Laut einer konservativ angesetzten Schätzung der Fokusgruppe Connected Home des Nationalen IT-Gipfels, basierend auf Schätzungen von Deloitte, wird die Anzahl der Smart Home Haushalte bis zum Jahr 2020 die Millionengrenze überschreiten.

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
6.1.15 | Artikel: 962238
Betriebsrat stellt Angestellte unter Terrorverdacht

Manchmal braucht es gar keine Anzeige. Oder gar Verurteilung. Wenn der Terror-Scan anschlägt, können Beschäftigte ohne Gehalt freigestellt werden.

23.12.14 | Artikel: 962225
Katharina Nocun: So sieht der «Krieg gegen den Terrorismus» der CIA aus

Gestern wurde der lange erwartete Folterbericht der CIA veröffentlicht. Auf über 500 Seiten werden menschliche Abgründe zusammen gefasst.

Sie suchen nach speziellen Lösungen?
Wir helfen gerne weiter...
22.1.15 | Artikel: 962309
Bernd Schreiner: Ich bin Terrorist

Bundesinnenminister Thomas de Maizière will laut heise.de die Sicherheitsbehörden in die Lage versetzen, verschlüsselte Kommunikation zu entschlüsseln oder zu umgehen”.

4.6.15 | Artikel: 962736
Vorratsdatenspeicherung: IT-Verbände wollen gehört werden

Der aktuelle Gesetzesentwurf zur Vorratsdatenspeicherung wirft viele technische und rechtliche Fragen auf. Einige der vorgeschlagenen Regelungen werden für die betroffenen Telekommunikations- und Internetunternehmen nicht praktikabel und technisch kaum umsetzbar sein.