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BGH: Phishing-Opfer sind selber schuld

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BGH: Phishing-Opfer sind selber schuld

BGH: Phishing-Opfer sind selber schuld
Bild: bundesgerichtshof.de
Der Bundesgerichtshof bestätigte in einem Revisionsurteil das Urteil der Vorinstanz. Im aktuellen Fall hatte ein Kunde seine Bank auf Schadenersatz von 5.000 EUR verklagt, weil er auf einer fremden Website mehrere TANs eingegeben hatte.

Der BGH hat die Klage des Kunden abgewiesen, weil er diese für unbegründet hält.

Der Kunde nutzte das Online-Banking-Verfahren seiner Bank seit 2001 und fiel 2008 lt. eigener Aussage auf Phishing bzw. Pharming herein, was diesem einen Schaden von 5.000 EUR einbrachte.

Nachdem dieser feststellte, das hier etwas nicht mit rechten Dingen zuging, stellte der Kunde Strafanzeige gegen unbekannt und erklärte:

"Ich habe das Onlinebanking der ... Bank angeklickt. Die Maske hat sich wie gewohnt aufgemacht. Danach kam der Hinweis, dass ich im Moment keinen Zugriff auf Onlinebanking der ... Bank hätte. Danach kam eine Anweisung, zehn Tan-Nummern einzugeben. Die Felder waren nicht von 1 bis 10 durchnummeriert, sondern kreuz und quer. Ich habe dann auch die geforderten Tan-Nummern, die ich schon von der Bank hatte, in die Felder chronologisch eingetragen. Danach erhielt ich dann Zugriff auf mein Onlinebanking. Ich habe dann unter Verwendung einer anderen Tan-Nummer eine Überweisung getätigt."

Der Kunde habe lt. BGH mit seiner Reaktion auf die Phishing-Mail "die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen, indem er beim Loginvorgang, also nicht in Bezug auf einen konkreten Überweisungsvorgang, trotz des ausdrücklichen Warnhinweises der Bank gleichzeitig zehn TAN eingegeben hat".

Damit bestätigte der BGH, dass Kunden, die immer noch glauben, die Banken würden eMails versenden und dann auf einer Seite dazu auffordern mehrere TANs einzugeben, den Schaden selbst tragen müssen. In diesem Falle hätte vermutlich ein kurzer Anruf bei der Bank den Schaden verhindert. Zudem weisen Banken seit Jahren auf Websites und in verschiedenen AGBs auf diese Möglichkeiten hin.

Auf den Seiten des BGH ist das komplette Urteil nachzulesen.

Urteil vom 24. April 2012 - XI ZR 96/11

Das LG Landshut entschied im September 2011 schon mal anders:
Urteil: Phishing-Opfer ist unschuldig




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

Datenschutz | Sicherheit | Recht

Schlagworte:

Urteil (34) | BGH (9) | Phishing (9) | Pharming | XI ZR 96/11




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