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Solar-Branche: Höhen, Tiefen und Herausforderungen | |
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| 14.02.12 06:30 |
Solar-Branche: Höhen, Tiefen und HerausforderungenArtikel: 954299 | Proteus Statement | 5671-103-851 | |
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Für viele ist die Reaktion der EVUs nichts als nackte Panik. Wenn Argumente wie Leitungsüberlastung und Blackouts nicht so richtig ankommen, dann wird zum politisch etablierten letzen Mittel gegriffen: zur Drohung mit Entlassungen von ein paar tausend Mitarbeitern. Da hat man dann immer die volle Aufmerksamkeit unserer Politiker. Die Rechnung der Konzerne und ihrer Vertreter ist ja relativ einfach gehalten. Erst die persönlichen Bezüge sichern, dann die Höhe der Dividende ausrechnen, bei der die Aktionäre noch zufrieden sind. Dann kann man recht simpel an den beiden Stellschrauben drehen: Strompreis und Mitarbeiter. Ob es den EVUs im Jahr 2011 so richtig schlecht ergangen ist, werden die Bilanzen zeigen. Immerhin haben die großen Vier für das Jahr 2010 annähernd 11,6 Mrd. Euro Dividende ausgeschüttet; sicherlich kein Kleingeld mehr. Hier muss jeder Aktionär für sich entscheiden, wie er ggf. auf die Frage seiner Enkel reagiert, warum wir denn nichts gegen Klimawandel und Ozonloch getan haben. ![]() Trotzdem werden die Panikreaktionen und politischen Manipulationen der EVUs langfristig in Deutschland kaum Erfolg haben. Zum einen wird es eine Verlagerung ins Ausland geben. Deutsches Know-how ist weltweit gefragt und Staaten am Rande oder außerhalb der EU besinnen sich auch langsam auf ein gewisses Maß an Unabhängigkeit von den fossilen Brennstoffen. Zum anderen lauert die größte Gefahr allerdings im eigenen Land. Längst sind nicht alle Dächer der privaten Haushalte mit Modulen bedeckt. Geht der Trend erst einmal zur Eigenstromversorgung mit Kleinstanlagen - ohne Einspeisevergütung - zur Deckung der Grundlast, so können die EVUs zwar immer noch Strom verkaufen, aber mittelfristige Einbußen von ggf. 20% lassen vermutlich auch diese kooperieren. Der Markt wird so auch dieses Jahr spannend werden. Bis jetzt hat sich die Solarindustrie in der Vergangenheit recht gut behaupten können. Natürlich hat sie das eine oder andere Mal Federn gelassen, aber jede Niederlage bietet auch neue Möglichkeiten. Bei unseren Volksvertretern sind Atomausstieg und Energiewende vielleicht Euphemismen, die breite Öffentlichkeit steht allerdings schon seit längeren dahinter. Immerhin sind knapp 40% der erneuerbaren Energien in Hand von Privatpersonen. Die großen Vier stellen gerade Mal einen Anteil von 6,5%; genug um das grüne Image medienwirksam nach außen zu pflegen. Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren: Thema des Monats: Wartung und Instandhaltung von PV-Anlagen
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