Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Caspar geht gegen Gesichtserkennung Facebooks vor

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Fachartikel
Proteus Direkt
Statements
Autorenliste
Messen & Termine
Vorträge, Seminare
& Workshops
Buch:
Jahrbuch
Energiewende 2014
Buch:
Hybridstrommarkt
Buch:
Netzpolitik &
Sicherheit
Buch:
Herausforderung
Energiewende 2013
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Websites und SEO
Fachbuch-
empfehlungen
Suche










Caspar geht gegen Gesichtserkennung Facebooks vor

Caspar geht gegen Gesichtserkennung Facebooks vor
Prof. Dr.
Johannes Caspar
Datenschutzbeauf-
tragter Hamburg
Bild: datenschutz-
hamburg.de
Johannes Caspar, der Datenschutzbeauftragte Hamburgs fordert Facebook erneut auf, die automatische Gesichtserkennung abzuschalten. Diese verstößt nach Meinung Caspars gegen geltendes Recht.

In einer Pressemitteilung erklärt der Hamburger Datenschutzbeauftragte, dass er das soziale Netzwerk Facebook aufgefordert hat, die gespeicherten biometrischen Daten, die über die automatische Gesichtserkennung erlangt worden sind, zu löschen. Ferner sei die automatische Gesichtserkennung an die datenschutzrechtlichen Standards Deutschlands und der EU anzupassen oder alternativ abzuschalten.

Mit dem Einsatz der Gesichtserkennung baut Facebook nach Ansicht Caspars die wohl größte Datenbank mit biometrischen Merkmalen weltweit auf. Dabei sei nicht der Einsatz der Software das eigentliche Problem, sondern das Füllen einer entsprechenden biometrischen Datenbank. Derzeit sind über 75 Milliarden Fotos auf Facebook hochgeladen worden und nach Angaben von Facebook bereits mehr als 450 Millionen Personen erfasst worden sein. Hier seien die Risiken, die sich aus einer derart großen Datenmenge ergibt, sehr groß.

Beim Erkennungsvorgang dreht Facebook, wie beim vielen anderen Funktionen auch, schlichtweg die Widerspruchsoption um. Es muss aktiv widersprochen werden, sollte der Nutzer die Erkennung nicht wünschen. Selbst bei akribischen Einstellungen in Bereich Privatsphäre sind Angaben in den Einstellungen gegenüber dem Hilfesystem widersprüchlich. Caspar geht davon aus, das trotz entsprechender Einstellungen, die bereits gespeicherten Daten nicht gelöscht werden. Explizite Funktionen zum löschen solcher Daten bestehen nicht.

Bedenklich erscheint es Caspar auch, das die Default-Einstellungen zu Gesichtserkennung auch bei Kindern eingeschaltet ist.

Nach nationalem und europäischem Recht ist eine Speicherung von biometrischen Daten nur statthaft, wenn der Nutzer eine unmissverständliche Einwilligung dazu gegeben hat.

"Wir haben Facebook wiederholt aufgefordert, die Funktion der Gesichtserkennung abzuschalten und die bereits gespeicherten Daten zu löschen. Sollte Facebook diese Funktion weiterhin aufrechterhalten, muss sichergestellt werden, dass nur Daten von Personen in die Datenbank eingehen, die zuvor wirksam ihre Einwilligung zur Speicherung ihrer biometrischen Gesichtsprofile erklärt haben. Die automatische Gesichtserkennung ist ein schwerer Eingriff in das informationelle Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen. Das muss auch ein global agierendes Unternehmen berücksichtigen. Daher darf Facebook nicht lediglich auf ein intransparentes Widerspruchsverfahren verweisen. Eine selbstbestimmte Entscheidung macht die Einwilligung des informierten Nutzers erforderlich. Facebook sollte dies erkennen und unseren Forderungen schnell nachkommen.", so Caspar in der Pressemitteilung.

In einer ersten Stellungnahme von Seiten Facebook heißt es dazu: "Wir werden die Aussagen des Hamburger Datenschutzbeauftragten zu den Markierungsvorschlägen von Fotos prüfen, jedoch weisen wir ausdrücklich jegliche Vorwürfe von uns, die besagen, dass wir unseren Verpflichtungen gegenüber den Datenschutzgesetzen der Europäischen Union nicht nachkommen". Viele User fänden es bequem die Erkennungsfunktion nutzen zu können.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.
Er ist zudem Gründungsmitglied der Energieblogger.



 Trackbacks (0):    Trackback-Adresse: h t t p://psrd.de/trackback/@953221

0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Facebook | Datenschutz

Schlagworte:

Datenschutz (128) | Johannes Caspar (3) | Hamburg (9) | Facebook (31) | Gesichtserkennung




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@953221







© by Proteus Solutions GbR 2015


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Meisenweg 5, 78549 Spaichingen
Tel: 07424-940013-70 oder 0800-50506055, Fax 07424-940013-77
Spam@proteus-solutions.de

91.20.16.88 - (22.05.2015 17:59:56)


 

verwandte Themen
6.1.15 | Artikel: 962238
Betriebsrat stellt Angestellte unter Terrorverdacht

Manchmal braucht es gar keine Anzeige. Oder gar Verurteilung. Wenn der Terror-Scan anschlägt, können Beschäftigte ohne Gehalt freigestellt werden.

20.1.15 | Artikel: 962296
Journalistenverbände DPV und bdfj fordern: Pro Presse- und Rundfunkfreiheit - keine Vorratsdatenspeicherung!

Die Berufsverbände DPV und bdfj sagen «Nein» zur Vorratsdatenspeicherung und verurteilen die Gedankenspiele der Bundesregierung zur erneuten Einführung der Vorratsdatenspeicherung auf das Schärfste.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
27.3.15 | Artikel: 962521
Urteil des BGH: Drohung mit einem SCHUFA-Eintrag im Mahnschreiben kann rechtswidrig sein

Die Drohung eines Unternehmens, säumige Zahler der SCHUFA zu melden, ist nach einem Urteil des BGH vom 19. März 2015 (I ZR 157/13) keineswegs immer rechtens.

31.7.14 | Artikel: 961751
Die größte Herausforderung für Kommunikationsprofis und Journalisten heißt Glaubwürdigkeit

Glaubwürdigkeit und Reputation stellen in diesem Jahr für Kommunikationsprofis und Journalisten die größten Herausforderungen dar.

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
30.4.15 | Artikel: 962636
Statement des Bundesinnenministers

Dr. Thomas de Maizière zu den Vorwürfen betreffend die Fachaufsicht über den BND…

17.10.14 | Artikel: 962002
Onlinebanking: Bundesbürger halten trotz Sicherheitslücken an klassischen TAN-Verfahren fest

Ungeachtet vieler spektakulärer Betrugsfälle (Phishing) bleiben die meisten Verbraucher beim Onlinebanking den klassischen TAN-Verfahren iTAN und mTAN treu.

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien
28.7.14 | Artikel: 961771
Zentrales Handy - Register

«Pläne zur Einführung eines zentralen Handy-Registers» lautet der Titel einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke. Wie die Fraktion darin ausführt …

1.4.15 | Artikel: 962546
Bundesbürger surfen am liebsten mit dem Notebook

Das Notebook ist derzeit das beliebteste Gerät für die Nutzung des Internet. Gut zwei Drittel (68 Prozent) aller Internetnutzer in Deutschland gehen mit einem Notebook ins Web.