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Sind Ihre Kennwörter sicher ?

Sind Ihre Kennwörter sicher ?Kennwörter oder Passwörter braucht mittlerweile jeder von uns nahezu jeden Tag. Egal ob zum Abholen von eMails, zum Einloggen in Twitter, Facebook, Google einen Webshop oder nur ins Betriebssystem; sie umgeben uns überall. Dazu kommen noch PINs & TANs für das Online-Banking oder diverse Karten.

Ich möchte Ihnen heute ein paar Gedanken näher bringen, die sich mit Kennwörtern beschäftigen und vielleicht ein wenig zum Nachdenken anregen.

Nehmen wir mal die Kennworte, die Sie selbst vergeben bzw. ändern können. Hier gibt es eine Studie der PC-Praxis, die die gängigsten Kennworte in einer Hit-Liste zusammengefasst hat. Auf den ersten Plätzen rangieren immer noch: der eigene Geburtstag, ein Geburtstag aus der Familie, der Geburtsname der Mutter, das eigene Hobby oder der Name des Haustiers.

Nicht unbedingt eine gute Wahl, nur weil man sich derlei Kennworte gut merken kann. Zudem wird das Kennwort dann gleich auch noch bei verschiedenen Diensten mehrfach verwendet. Auch die Länge der Kennwörter oder deren Einfachheit sind bei der Wahl zu beachten. Kennwörter wie '123', 'qwert' oder 'Maus' sind relativ unsicher.

Warum sollten die ganzen Kennwörter eigentlich sicher sein? Beim Online-Banking verstehen das noch recht viele. Wer möchte schon, dass andere Leute den Kontostand abfragen können. Aber bei eMail, Facebook, Onlineshops und Co.?

Identitätsdiebstahl heißt hier der böse Geist im Hintergrund. Gelangen Ihre Kennwörter in fremde Hände, so können Bestellungen in Ihrem Namen aufgegeben, Meinungen und Artikel in Ihrem Namen verfasst, illegale Inhalte im Netz verbreitet werden oder andere unschöne Dinge passieren. Ist dieser Fall eingetreten, ist es äußerst schwer, das Bild wieder gerade zu rücken, das eigentlich Sie hinterlassen haben, von den Schäden wie z.B. Abbuchungen vom eigenen Konto mal abgesehen.

Alles gute Gründe, sich um die richtigen Kennwörter für diverse Zugänge Gedanken zu machen. Dabei sollten Kennwörter benutzt werden, die nicht zu kurz und relativ komplex sind. Außerdem sollte für jeden Zugang eine eigenständiges Kennwort benutzt werden.

Natürlich kommt der berechtigte Einwand: Wer soll sich das alles merken?

Nun, wägen Sie ab: Sicherheit Ihrer Daten oder die Folgen mit allen Schäden, die durch ein geknacktes Passwort entstehen.

Aber komplexe und sichere Kennwörter lassen sich ja recht einfach finden. Dieses hier ist z.B. recht sicher: '(DimgPfdPC,dbis!12)'

Und das lässt sich auch noch recht einfach merken. Bauen Sie sich Eselsbrücken: 'Das ist mein geheimes Passwort für den PC, damit bin ich sicher!'

Das als Merksatz. Dann nehmen Sie die Anfangsbuchstaben und Satzzeichen. Hängen Sie jetzt noch die Anzahl der Wörter dran und setzen das Ganze in Klammern. Fertig ist ein recht sicheres Kennwort, außer Sie nehmen als Merksatz eine Lebensweisheit, die Sie jeden Tag ungefähr einem Dutzend Mitmenschen an den Kopf werfen; dann wäre das wieder fast zu einfach.

Haben Sie sich dann jede Menge neue Kennwörter ausgedacht und erstellt, so schreiben Sie diese auf und drucken sie aus. Diese Seite packen Sie dann in einen Umschlag, kleben diesen zu und deponieren diesen dann an einem sicheren Ort. Vielleicht in den eigenen Tresor oder ein Bankschließfach.

Es versteht sich von selbst, dass, wann immer Sie wieder Kennwörter ändern, diese aktualisiert werden müssen. Und zumindest ein Familienmitglied oder eine nahe stehende Person sollten Sie über die Hinterlegung informieren. Man weiß ja schließlich nie, was passieren kann.

Ich möchte nicht paranoid erscheinen, aber stellen Sie doch mal für den Anfang eine Liste zusammen mit den Zugängen, für die Sie ein Kennwort benötigen. Dann überlegen Sie, was fremde Personen mit diesem Zugang alles machen könnten.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.
Er ist zudem Gründungsmitglied der Energieblogger.



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