Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Das große Geschrei der politischen Datenschützer

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Fachartikel
Proteus Direkt
Statements
Autorenliste
Messen & Termine
Vorträge, Seminare
& Workshops
Buch:
Jahrbuch
Energiewende 2014
Buch:
Hybridstrommarkt
Buch:
Netzpolitik &
Sicherheit
Buch:
Herausforderung
Energiewende 2013
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Websites und SEO
Fachbuch-
empfehlungen
Suche










Das große Geschrei der politischen Datenschützer

[ein persönlicher Kommentar von Björn-Lars Kuhn]
Datenschutz muss sein, keine Frage. Jeder Einzelne von uns hat das Recht darauf.
Aber wo ist die Grenze? Und wo fangen Diskussionen an, die nur der Profilierung der Politiker dienen?

Nehmen wir mal ein aktuelles Beispiel: Google Analytics steht momentan in der Kritik.
Bei diesem kostenlosen Tool von Google werden die Daten eines Benutzers einer Website aufgezeichnet. Dabei werden diverse Informationen gespeichert wie beispielsweise die IP-Adresse oder die Adresse, von welcher der Benutzer verwiesen wurde.
So gibt es einige Kritikpunkte an Firmen wie Google, die unsere bundesdeutschen Politiker eher verwerflich finden und vehement dagegen halten. Meines Erachtens aus Gründen der Selbstdarstellung.

Persönliche Informationen werden eigentlich nicht gespeichert. Deswegen entbrennt gerade die Diskussion darüber, ob eine IP-Adresse persönlich ist oder nicht. Der "normale" Internetuser bekommt jedes Mal, wenn er ins Internet geht, eine neue IP-Adresse von seinem Anbieter zugewiesen. Somit ist es nicht über die IP-Adresse möglich Herrn Müller oder Frau Schmidt zu identifizieren.

Google Analytics ist heute das kritisierte Tool in der Öffentlichkeit. Dabei speichert JEDER Webserver, egal mit welchem Betriebssystem er betrieben wird, die ganze Palette der Informationen über die Zugriffe. Mit diverser Software, teils kommerziell, teils kostenlos erhältlich, lassen sich so recht einfach diese Informationen auswerten. Aus Sicht eines Web-Administrators auch durchaus notwendig. So bin ich aus Beweisgründen gezwungen als Shopanbieter diese Daten zu speichern, um ggf. bei Betrugsfällen entsprechende Fakten vorlegen zu können. Zudem benötigt jeder Seitenbetreiber diese Daten für ein richtiges Marketing.

Ist es nicht paradox, das aus Sicht mancher Politiker der Datenschutz erhöht werden muss, um die Bürger zu schützen, und gleichzeitig der Staat wegen der Vorratsdatenspeicherung eins auf die Mütze bekommen hat? Hier sind es meiner Meinung nach nur paranoide Vorstellungen, die uns glauben machen sollen, die Organisierte Kriminalität könne damit besser bekämpft werden.
Jeder halbwegs Kriminelle weiß heute, wie er solche Maßnahmen umgehen kann.
Natürlich sollte den Anbieter von illegalen Inhalten nicht Tür und Tor geöffnet werden, Kontrolle ist durchaus sinnvoll, aber alle unsere Daten aus dem täglichen Leben - inkl. dem Internet - speichern?

Bevor hier gesetzliche Bestimmungen geschaffen werden, die wieder mal an der Realität vorbei gehen und die Bürger durch die deutsche Politik wieder einmal bevormundet werden, sollte es vielleicht ein paar sinnvolle Aufklärungskampagnen geben.

Was nutzt denn der beste Datenschutz bei der Anzahl von Benutzern diverser Dienste wie Facebook, YouTube, Xing, Twitter und ähnlichen Anbietern. Kann der Hang zum geistigen Exhibitionismus per Datenschutzgesetz gebremst werden?
"Orwell hätte sich das nicht träumen lassen", so ein Zitat von Ilse Aigner, auf deren Internetseite übrigens auch diverse Links zu sozialen Netzwerken prangen. Aber vielleicht sollte man auch mal hinter die Kulissen schauen.
Warum regt sich eigentlich niemand über Loyalitätsprogramme auf, wie PayBack oder die DeutschlandCard? Diese Datensammlungen sind noch wesentlich gravierender, weil sogar Abrechnungsvorgänge mit registriert werden können. Und jeder Einzelne hat freiwillig zugestimmt.

Das, meine Damen und Herren Politiker, sollten Sie sich mal durch den Kopf gehen lassen und nicht immer an die nächste Schlagzeile denken oder die Wiederwahl.

Proteus-Artikel-Datenschutz-952016.pdf




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Recht | Datenschutz | Politik

Schlagworte:

Datenschutz (140) | Internet (131) | Kommentar (56) | Recht (47)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@952016







© by Proteus Solutions GbR 2015


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Meisenweg 5, 78549 Spaichingen
Tel: 07424-940013-70 oder 0800-50506055, Fax 07424-940013-77
Spam@proteus-solutions.de

91.20.27.74 - (03.09.2015 14:45:08)


 

verwandte Themen
7.4.15 | Artikel: 962564
Katharina Nocun: Freiheit, Gleichheit, Facebook?

Die Türkische Regierung hat einmal wieder Youtube und Twitter gesperrt. Facebook hat die beanstandeten Inhalte zügig entfernt und wurde wieder entsperrt.

6.3.15 | Artikel: 962451
Katharina Nocun: Kein Vertrauen in V-Leute

Die Bundesregierung will mit einem neuen Gesetzentwurf V-Leuten der Geheimdienste ausdrücklich erlauben Straftaten zu begehen oder dazu aufzurufen.

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
20.3.15 | Artikel: 962498
Vorratsdatenspeicherung: 10 Mythen aus der Bundestagsdebatte und ihre Entlarvung

Der Themenbeauftragte für Datenschutz der Piratenpartei und Schleswig-Holsteinische Landtagsabgeordnete Patrick Breyer entlarvt 10 Behauptungen in der Bundestagsdebatte um die Wiedereinführung einer verdachtslosen Vorratsspeicherung< aller Kommunikationsdaten als Mythen und Augenwischerei:…

26.3.15 | Artikel: 962513
Keine Speicherung aller Daten geplant

Eine anlasslose Speicherung aller Daten wird es auch bei der innerhalb der Bundesregierung derzeit diskutierten Regelung zur Vorratsdatenspeicherung nicht geben.

Werbung auf unserer Seite: 
Rufen Sie uns an: 0800 50 50 60 55
12.6.15 | Artikel: 962762
Medienverbände und -unternehmen sagen Nein zur Vorratsdatenspeicherung

Verbände und Unternehmen der Medienbranche erteilen der Wiedereinführung der in «Höchstspeicherpflicht» umbenannten Vorratsdatenspeicherung eine klare Absage.

7.5.15 | Artikel: 962658
Informationsgesetz zugestimmt

Der Ausschuss für Wirtschaft und Energie hat den von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Informations-Weiterverwendungs-Gesetzes (18/4614) beschlossen.

Sie suchen nach speziellen Lösungen?
Wir helfen gerne weiter...
28.7.15 | Artikel: 962870
Neuer Bitkom-Leitfaden: Was man über elektronische Rechnungen wissen sollte

Auf der Festplatte gesichert statt in den staubigen Aktenschrank einsortiert: Elektronische Rechnungen werden einfach erstellt, unkompliziert verschickt und schnell verbucht.

29.4.15 | Artikel: 962634
BND-Affäre: Piraten stellen Strafanzeige gegen führende Köpfe

Mitglieder der Piratenfraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen stellen Strafanzeige gegen führende Beamte in Kanzleramt und Bundesnachrichtendienst.