Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Datenschutz: nicht nur Google ist das Problem

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Fachartikel
Proteus Direkt
Statements
Autorenliste
Messen & Termine
Vorträge, Seminare
& Workshops
Buch:
Jahrbuch
Energiewende 2014
Buch:
Hybridstrommarkt
Buch:
Netzpolitik &
Sicherheit
Buch:
Herausforderung
Energiewende 2013
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Websites und SEO
Fachbuch-
empfehlungen
Suche










Datenschutz: nicht nur Google ist das Problem

Nach Meldungen in der FAZ und diversen Portalen verurteilt der Datenschutzbeauftragte Hamburgs, Johannes Caspar, das Verhalten von Google. Der Einsatz von Google Analytics sei mit dem deutschen Datenschutzrecht nicht vereinbar.

Ein Grund für uns, die in den Medien dargestellten Fakten zu überprüfen und offene Fragen zu klären, die sich für Websitebetreiber aus dieser Situation ergeben könnten.

In einem heutigen Telefonat mit der zuständigen Stelle beim Hamburger Datenschutzbeauftragten, konnten folgende Details geklärt werden:

Das Kernproblem, auf das sich die Kritik des Datenschutzbeauftragten bezieht, ist die vollständige Speicherung von Zugriffsdaten über einen längeren Zeitraum.

Google mit seinem Produkt Analytics ist nicht das einzige Unternehmen, das in der Kritik der Datenschützer steht. Das Unternehmen wird wegen vermehrter Popularität gerne in den Medien genannt, insbesondere weil es bekannt ist und es schon vermehrt Diskussionen im Bereich Datenschutz gab. Grundsätzlich stehe jedes Unternehmen auf der Liste der Datenschützer, dessen Software vollständige IP-Adressen zu Auswertungszwecken speichere. Man stehe auch mit diversen Herstellern in Kontakt. Für Webserver, die entsprechende Protokolldateien aufzeichnen können, wäre eine verkürzte Speicherung nicht ohne weiteres möglich. Hier könne mit entsprechenden Workarounds gearbeitet werden, die beispielsweise eine Adresskürzung am Ende des Tages vornehmen.

Grundsätzlich erlaubt sei die Echtzeitentscheidung beim Aufruf einer Website, ob und wie Inhalte zugelassen werden oder nicht, wenn dies in Abhängigkeit des Herkunftslandes oder einzelner IP-Adressen geschieht, da hierfür eine Speicherung der Adressen ja nicht notwendig ist.

Es sei auch durchaus ein Unterschied, ob es sich um eine Privatperson handelt, die auf eine Internetseite zugreift, oder um die IP-Adresse eines größeren Unternehmens. Bei größeren Unternehmen ist in vielen Fällen zwar durch entsprechende Namensauflösung erkennbar, wer hier als Unternehmen zugreift, die Zuordnung zu einzelnen Personen ist allerdings nicht möglich.

Auch die Kritik an der längeren Speicherung der Zugriffsdaten ist relativ. Ein Websitebetreiber kann durchaus über einen längeren Zeitraum Zugriffsdaten speichern, wenn die Begründung für diese Speicherung begründbar sei. Wenn Auswertungen erfolgen, die für den technisch einwandfreien Betrieb des Servers und der Infrastruktur nötig sind, sind diese zulässig. Ebenso Abrechnungsgründe für Waren oder Dienstleitungen wie auch Analysen für das Erkennen von Angriffen werden als akzeptabel gewertet. Nur wenn pauschal Daten gespeichert werden ohne entsprechend handfeste Begründungen, dann bewegt sich auch ein Websitebetreiber im Bereich der Vorratsdatenspeicherung.

Da derzeit bundeseinheitlich noch nicht geklärt ist, ob die Speicherung einer IP-Adresse das Persönlichkeitsrecht betrifft, werden für die Zukunft erst einschlägige Urteile erwartet, die als Richtschnur gelten können.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.
Er ist zudem Gründungsmitglied der Energieblogger.



Trackbacks auf Golem.de:
Bald Bußgelder gegen Nutzer von Google Analytics?


 Trackbacks (0):    Trackback-Adresse: h t t p://psrd.de/trackback/@953117

0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

TopFachTipps | Datenschutz | Recht | Google | Internet

Schlagworte:

Google (131) | Datenschutz (99) | Recht (45) | Sicherheit (109) | IP (15) | Analytics (10) | Caspar (5)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@953117







© by Proteus Solutions GbR 2015


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Meisenweg 5, 78549 Spaichingen
Tel: 07424-940013-70 oder 0800-50506055, Fax 07424-940013-77
Spam@proteus-solutions.de

91.20.1.212 - (20.04.2015 02:44:59)


 

verwandte Themen
10.2.15 | Artikel: 962380
Studie zum Passwort-Schutz: Internet-Kriminelle haben oft leichtes Spiel (Video)

Viele Deutsche gehen zu sorglos mit ihren Online-Konten um. Das zeigt eine aktuelle Studie der Convios Consulting GmbH für GMX und WEB.DE. Zwar ändert mittlerweile jeder zweite Bundesbürger regelmäßig seine Zugangsdaten …

6.3.15 | Artikel: 962451
Katharina Nocun: Kein Vertrauen in V-Leute

Die Bundesregierung will mit einem neuen Gesetzentwurf V-Leuten der Geheimdienste ausdrücklich erlauben Straftaten zu begehen oder dazu aufzurufen.

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
7.4.15 | Artikel: 962564
Katharina Nocun: Freiheit, Gleichheit, Facebook?

Die Türkische Regierung hat einmal wieder Youtube und Twitter gesperrt. Facebook hat die beanstandeten Inhalte zügig entfernt und wurde wieder entsperrt.

14.8.14 | Artikel: 961811
Massenspeicherung von Daten: die Unterschiede liegen im Detail

Der Fall des LKW-Schützen hat in den Medien wieder für Diskussion gesorgt. Aktuell hat der Bund Deutscher Kriminalbeamter in einer Pressemitteilung mit der Überschrift «Mautdaten für Fahndungs- und Ermittlungszwecke nutzen» erneut den Zugriff auf die in Deutschland erfassten Mautdaten gefordert. Kritiker sehen darin eine Verletzung des Datenschutzes und des Persönlichkeitsrechtes. Aber lässt sich die Problematik wirklich so pauschal vereinfachen?…

Werbung auf unserer Seite: 
Rufen Sie uns an: 0800 50 50 60 55
9.9.14 | Artikel: 961900
So schützen die Deutschen ihren Computer

Schadsoftware möchte niemand auf seinem PC haben, Vorsorge ist ist Trumpf. Wer die Gesundheit seines Computers und die Sicherheit der privaten Daten mit guter Software absichert, erspart sich viel Ärger.

27.6.14 | Artikel: 961665
Landesdatenschutzbeauftragter fordert mehr Mut in Datenschutzfragen

Anlässlich der Aussprache des Landtags über seinen Tätigkeitsbericht hat der Landesbeauftragte für den Datenschutz, Jörg Klingbeil, mehr Mut und politische Gestaltungskraft der Landespolitik in Datenschutzfragen gefordert.

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien
29.8.14 | Artikel: 961874
Gerichtsurteil gegen Internetabzocke

Ein Internetanbieter darf nicht mit einer Gratis-Anmeldung werben, wenn er die versprochene Dienstleistung tatsächlich nur kostenpflichtig anbietet.

18.8.14 | Artikel: 961829
Online-Spionage auch Made in Germany: BKA besitzt zwei Staatstrojaner

Das Bundeskriminalamt hat jetzt den Besitz von zwei Staatstrojanern zur Ausspähung privater Rechner und Computerprogrammen wie E-Mail oder VoIP-Telefonie eingeräumt.