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Barcamp Renewables 2014 - «Wir haben viel gelernt»

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Barcamp Renewables 2014 - «Wir haben viel gelernt»

Barcamp Renewables 2014 - «Wir haben viel gelernt»Am letzten Wochenende fand zum drittem Mal das Barcamp Renewables in Kassel statt. Wir Energieblogger haben den Staffelstab von SMA übernommen und in diesem Jahr die Veranstaltung in Eigenregie geplant und durchgeführt. Und nicht nur die über 100 Teilnehmer können sagen: «Wir haben viel gelernt»

In den letzten zwei Jahren hat SMA das Barcamp Renewables organisiert. Während eines Bloggertreffens auf der Intersolar in München im Juli hatten wir Energieblogger die Verantwortung übernommen und führten damit die Erfolgsgeschichte des Barcamps weiter.

Insgesamt 103 Teilnehmer - gut 25 Prozent mehr als im Vorjahr - fanden am 19. und 20. September den Weg nach Kassel, um an der «Unkonferenz» zum Thema Erneuerbare Energien teilzunehmen. Unkonferenz, weil es das Konzept eines Barcamps vorsieht, die Agenda der Veranstaltung nicht im Vorfeld sondern jeweils morgens mit allen Teilnehmern zu erstellen. Dabei kann jeder ein Thema vorstellen über das dann abgestimmt wird. Das hat auch dieses Mal wieder hervorragend funktioniert: Hochmotivierte Teilnehmer füllten die insgesamt 36 möglichen Sessions mit Leichtigkeit und einer extrem breiten Themenauswahl.

Erstmals gab es neben den normalen Sessions auch Aktivitäten im Außenbereich: Hier stand während der zwei Tage ein Nissan LEAF zur Verfügung. Energieblogger Daniel Bönnighausen hatte das Fahrzeug von Nissan organisiert, gab einen umfassenden Einblick in die Technik und sorgte mit der Möglichkeit einer Probefahrt für so manches unvergessliches Erlebnis.

Breites Spektrum bei den Teilnehmern

Die Teilnehmer in diesem Jahr waren so unterschiedlich, wie man es sich nur wünschen kann. Auf der einen Seite gab es einen Teil Privatleute, die sich für das Thema interessieren; allen voran ein 78-jähriger Rentner, der sich durch Fachkompetenz in den Sessions durchaus Respekt verschaffte. Am anderen Ende der Skala Mitarbeiter der Energieversorger EnBw und RWE, mit denen sich interessante Diskussionen ergaben. Dazwischen natürlich jede Menge Firmen aus der Branche sowie Energieblogger, Journalisten und diverse andere, im Netz tätige Personen.

Microsponsoring machte die Veranstaltung möglich

Sponsorenflyer
Eine Veranstaltung für über 100 Personen durchzuführen geht logischerweise nicht ohne Kosten.

Das Barcamp setzt jedoch auf Microsponsoring - Beträge unter 1.000 € -, da es hier im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen nicht um Gewinne sondern um Kostendeckung geht. Schließlich sind wir Energieblogger ehrenamtlich tätig und produzieren keine Personalkosten.

Daher danken wir hier nochmals den Sponsoren für die freundliche Unterstützung. Ohne das Engagement unserer Sponsoren wäre die Umsetzung nicht möglich gewesen.

Als Goldsponsoren waren Viessmann und ReeVolt vertreten, als Silbersponsoren die Unternehmen Akasol, Cube Engineering, CSUN und VARTA Storage sowie Dachgold, IDOS AE, enercast und energiezukunft als Bronzesponsoren.

Weitere Unterstützer, Förderer und Partner waren SMA, das IT-Systemhaus Schöppler, KEEA - Energy Region, Nissan und die Mannheimer Versicherungen.

Ein ganz besonderer Dank geht zudem an das Regionalmanagement Nordhessen, die die gesamte Fakturierung übernommen haben, da wir als Energieblogger (noch) keine juristische Person darstellen.

Kaffee-Stand der Firma Schira Mobil
Eines der Highlights war die Kaffeebar der Firma Schira-Mobil, die unsere Teilnehmer mit verschiedenen Kaffeespezialitäten versorgte und sehr zu einer enspannten Atmosphäre beigetragen hat.

Zeit für Networking

36 Sessions in 3 Tagen sind für Teilnehmer schon eine Herausforderung und normalerweise sind bei einzelnen Themen immer einige Personen übrig, die nicht in den Vorträgen verschwinden. Wir waren sehr positiv überrascht, dass dies bei unserem Barcamp nicht der Fall war; kaum begannen die Sessions, waren alle Teilnehmer in den Vorträgen, was durchaus für die Themenauswahl spricht. Danke an dieser Stelle für die Referenten!

Trotz der großen Themenvielfalt gab es noch genügend Zeit für die Vernetzung und das Kennenlernen. Für viele Teilnehmer - auch bei uns Energiebloggern - war es schon großartig, endlich mal einige Personen in natura zu sehen, die man bis dato nur von kleinen 48-Pixel-Bildchen aus den Online-Profilen kannte. Der persönliche Kontakt wird die Zusammenarbeit intensivieren und weiter verbessern. Ähnlich sehen das viele andere Besucher, die uns berichteten, dass sie viele neue und interessante Kontakte knüpfen konnten. Damit haben wir ein weiteres Ziel erreicht.

Bei dem gemeinsamen Abendessen am Freitag mit knapp 40 Teilnehmern wurde dann bis spät in die Nacht noch über Fachthemen diskutiert ...

Organisation war Herausforderung und Lernprozess

Bereits vor der Veranstaltung hatte ich einen kleinen Artikel zur Organisation geschrieben. Diese war auch durch unsere dezentralen Strukturen ziemlich komplex. Zwei Tage Frühstück, Mittagessen, Kaffee, Kekse & Co., Getränke, Werbematerial und jede Mange Kleinigkeiten galt es zu beschaffen und koordinieren.

Blick auf die Teilnehmer
Aber auch während der zwei Tage sahen wir uns mit Tausend Fragen konfrontiert und hatten alle Hände voll zu tun. Dabei erhielten wir durchweg sehr positives Feedback und auch sehr wertvolle Hinweise für Verbesserungen. In diesem Bereich haben wir sehr viel dazugelernt; hauptsächlich jedoch bezogen auf die noch besseren Vernetzungsmöglichkeiten der Teilnehmer untereinander.
Wir werden alle diese Vorschläge im nächsten Jahr entsprechend umsetzen.

Energieblogger und das Barcamp Renewables in der Zukunft

In einer der Sessions stellte ich die Energieblogger vor und gab einen kurzen Abriss über unsere Entstehung und die bereits durchgeführten Projekte und Aktionen. Insbesondere unsere Präsenz vor Ort in diesem Jahr - die Berliner Energietage und die Intersolar 2014 in München - zeigten, dass Energieblogger zum Anfassen den Kontakt zu unseren Lesern doch sehr unterstützen.

Bereits zur Intersolar wurde der Grundstein für die weitere Zukunft der Energieblogger gelegt; Sind wir bis jetzt ein loser Zusammenschluss - der rechtlich jedoch dem einer GbR entspricht - so ist recht zeitnah die Gründung eines Vereins geplant. Zwar wird dadurch einiges an Verwaltungsaufgaben auf uns zukommen, doch die Vorteile werden überwiegen.
Hauptsächlich das Agieren in der Öffentlichkeit und diverse Haftungsfragen gaben hier den Ausschlag, ebenso wie das Thema Finanzierung von Offline-Auftritten und Marketing-Material. (Unterstützung unserer Sache ist bereits jetzt möglich)

Damit werden wir in Zukunft noch mehr Präsenz zeigen und der Energiewende eine noch etwas lautere Stimme geben können. Für das Barcamp Renewables 2015 suchen wir bereits einen Termin und freuen uns jetzt schon auf jede Menge Teilnehmer und ein interessantes Themenspektrum, auch wenn bis dato noch niemand die Entwicklung der Erneuerbaren abschätzen kann.





Weitere Links:

Bildergalerie Barcamp Renewables 2014

Artikel zum Barcamp Renewables 2014:

von anderen Energiebloggern

und besonders hervorzuheben ist der Blogbeitrag von Christoph Weltmann, der bei der RWE Effizienz GmbH arbeitet:

Meine private Meinung zum Barcamp Renewables 2014


sonstige:

10.09.14: Barcamp Renewables - Blick hinter die Kulissen
09.09.14: Aufklärung durch Experten - Barcamp Renewables hilft weiter
08.09.14: Themenvielfalt zur Energiewende: Finanzierung der Mitmach-Konferenz «Barcamp Renewables» gesichert
03.07.14: Barcamp Renewables 2014: «Unkonferenz» zum Thema Energiewende startet in die dritte Runde
10.06.14: Energieblogger auf der Intersolar 2014 - Offline-Veranstaltung war voller Erfolg



Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Veranstaltung | Energieblogger

Schlagworte:

Veranstaltung (35) | Barcamp Renewables (4) | Energieblogger (33) | Kassel (3)




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